Jimmy Kimmel nimmt „zarte Schneeflocke“ Donald Trump beim „White House Correspondents‘ Dinner“ auseinander
Weil Trump kniff und keinen Comedian engagierte, veranstaltete Late-Night-Host Kimmel kurzerhand sein eigenes „alternatives“ Dinner.
Da US-Präsident Trump mit der Tradition bricht und beim White House Correspondents‘ Dinner einen Mentalisten statt eines Comedians auftreten lässt, veranstaltete Jimmy Kimmel am Donnerstag in seiner Show sein eigenes „alternatives“ Gala-Dinner – und lieferte dabei genau die Witze, über die die meisten Präsidenten lachen würden, wenn sie nicht „eine zarte Schneeflocke mit der dünnsten dicken Haut, die ein Mensch je hatte“ wären.
Mit Blick auf die festliche Abendgarderobe der „Gäste“ witzelte Kimmel: „So viel Schwarz habe ich zuletzt auf jeder Seite der Epstein-Akten gesehen.“ An Trump gewandt sagte er: „Wenn wir Ihr Ego anknacksen, wirken Ihre Hände danach nur noch weniger widerlich“ – und es folgte ein Clip, der den Präsidenten beim geduldigen Ertragen der harmlosen Stichelei zeigte. Kimmel scherzte auch über medizinische Notfälle und fragte, ob ein Arzt im Saal sei – nein, warte, „ein Jesus“. Das brachte Trump sichtlich zum Schmunzeln. „Ich verstehe, warum Sie sich für Jesus halten“, sagte Kimmel. „Jedes Mal, wenn er einen Raum betritt, sagen die Leute: ‚Gott sei Dank, der ist wieder da.’“
Der „Monolog“ schnitt immer wieder zu Reaktionen von Vanilla Ice, Marco Rubio, Mike Tyson, Rob Schneider, Kanye West, Roseanne und Dog the Bounty Hunter, die allesamt über Kimmels Witze lachten. Auch Trump lachte zunehmend befreiter – vor allem bei den Epstein-Gags. An Melania Trump gerichtet sagte Kimmel: „Sie leuchten wie eine Witwe in spe.“ Die Produzenten fanden sogar Aufnahmen der First Lady – „dem Star des ersten reglosen Films der Weltgeschichte“, so Kimmel –, auf denen sie über einige seiner Witze beinahe lächelt. „Ihre Dokumentation hat auf Rotten Tomatoes zehn Prozent bekommen – einer Website, die nach den Hoden ihres Mannes benannt ist“, witzelte Kimmel.
Kimmel über Stephen Miller
Einer von Kimmels stärksten Gags galt Stephen Miller: „Stephen Miller ist so rassistisch, dass sein Haar ausgefallen ist, weil es schwarz war. … Er ist wie Baby-Hitler, der durch die Zeit gereist ist, um uns alle zu töten.“ Dieser letzte Satz wurde mit einem „Power“-Faustclip von „Mel Gibson“ quittiert.
Das echte White House Correspondents‘ Dinner, das am Samstag mit Oz Pearlman als Host stattfindet, wird auch nicht annähernd so unterhaltsam sein wie Kimmels Version. Vor seinem Bit kündigte Kimmel an, dass Pearlman am Montag als Gast in der Show erscheinen und von dem Abend berichten werde.