Wird Donald Trump Jr. „The Apprentice Jr.“ moderieren?

Amazon entwickelt Berichten zufolge einen Reboot der Erfolgsshow – mit dem Sohn des Präsidenten als möglichem Host.

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„Sie sind eingestellt“ – aber angeblich nur, wenn man mit Donald Trump verwandt ist. Das „Wall Street Journal“ berichtete am Donnerstag, Amazon erwäge einen Reboot von „The Apprentice“. Statt des Originalmoderators, dem amtierenden Präsidenten Trump, oder seines Nachfolgers für eine Staffel, Arnold Schwarzenegger, soll diesmal Donald Trump Jr. das Ruder übernehmen.

Die Zeitung berichtet allerdings, die Gespräche über einen Reboot befänden sich noch in einem sehr frühen Stadium – so früh, dass das Unternehmen die Trump-Familie noch nicht einmal kontaktiert hat. Sollte das Projekt grünes Licht bekommen, würde die Show auf Amazons Streamingdienst Prime Video laufen, ähnlich wie der Dokumentarfilm über eine andere Trump, „Melania“.

Amazon hatte die früheren Staffeln von „The Apprentice“ mit der Übernahme von MGM im Jahr 2022 erworben. „Seit unserer Akquisition von MGM haben wir intern erste Gespräche darüber geführt, was als Nächstes mit ‚The Apprentice‘ als Marke passieren könnte“, sagte ein Amazon-Sprecher gegenüber „Variety“. „Die Show befindet sich nicht in aktiver Entwicklung, und jegliche Berichterstattung über Details der Show oder mögliche Moderatoren wäre rein spekulativ.“

Noch keine Stellungnahme

Vertreter von Amazon, dem Weißen Haus, Donald Trump Jr. und „Apprentice“-Producer Mark Burnett reagierten auf Anfragen von ROLLING STONE zunächst nicht.

Die Castingshow hatte 2004 mit dem älteren Trump Premiere, der darin vorgab, jemanden für seine Unternehmen einstellen zu wollen. Aus einem Pool von Kandidaten wurden diese mit Aufgaben aus den Bereichen Marketing und Branding auf die Probe gestellt. Wer ausschied, bekam von Trump die Worte „You’re fired“ zu hören. Omarosa Manigault Newman wurde im ersten Jahr zum ersten großen Star der Serie, gewann aber nicht. Trump holte sie 2017 als seine Assistentin und Communications Director des Office of Public Liaison ins Weiße Haus – doch noch vor Jahresende wurde sie entlassen. Trump moderierte insgesamt 14 Staffeln der Show, die schließlich auch für Prominente geöffnet wurde. Schwarzenegger übernahm die 15. Staffel, die parallel zu Trumps erstem Amtsmonat als Präsident im Jahr 2017 lief.

Das „Wall Street Journal“ berichtet, Amazon-Manager hätten 2025 interne Gespräche über einen Reboot begonnen – etwa zu dem Zeitpunkt, als Trump seine zweite Amtszeit antrat. Das fiel zusammen mit der Zahlung von 40 Millionen Dollar für den Vertrieb von „Melania“, von denen 70 Prozent an die First Lady selbst gingen. Amazon steuerte laut der Zeitung außerdem eine Million Dollar zu Trumps Amtseinführung bei.

Bezos und Trump rücken näher zusammen

Amazon-Gründer Jeff Bezos ist zwar seit 2021 im Ruhestand, bleibt aber Executive Chairman des Unternehmens. Seitdem hat er seine Beziehung zu Trump intensiviert – diese Woche nahm er sogar an einem Dinner mit dem Präsidenten und König Charles III. teil.