SNL Cold Open: Kash Patels Skandal-Dementis machen alles nur schlimmer

Aziz Ansari spielt den angeschlagenen FBI-Direktor, der mit verdächtig präzisen Aussagen seine Trinkgewohnheiten dementiert.

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Bei „Saturday Night Live“ versuchte FBI-Direktor Kash Patel, die Vorwürfe über Inkompetenz am Arbeitsplatz und den Missbrauch von Privilegien aus der Welt zu schaffen – und säte damit nur noch mehr Zweifel an seinem Verhalten.

Patel, gespielt von Schauspieler, Comedian und Filmemacher Aziz Ansari, wurde von Verteidigungsminister Pete Hegseth (Colin Jost) ans Podium im Briefing Room des Weißen Hauses gebeten – Hegseth selbst steht im Mittelpunkt mehrerer Kontroversen. Der FBI-Direktor eröffnete seinen Auftritt mit Aussagen zum Attentatsversuch auf Donald Trump bei dem Dinner der White House Correspondents‘ Association.

„Wir haben eine Untersuchung durchgeführt, die gründlicher nicht hätte sein können. Wir haben jedes ‚t‘ gepunktet und jedes ‚Auge‘ ausgebeult“, scherzte er und imitierte Patels starren Blick. „Und wer glaubt, ich mache meinen Job schlecht – was, wenn ich euch sage, dass diese Behörde nur noch sechs Wochen davon entfernt ist, den genauen Aufenthaltsort von Osama bin Laden zu bestimmen?“

Historische Premiere der anderen Art

Der FBI-Direktor hob anschließend die historische Bedeutung seiner Ernennung hervor.

„Ich bin ein Pionier. Ich bin der erste Inder, der seinen Job versaut. Alle sagen, Inder seien klug, fleißig, unglaublich intelligent. Ich habe jeden letzten Zweifel daran ausgeräumt, dass wir genauso unfähig und inkompetent sein können wie die Weißen“, sagte er und gab dem Verteidigungsminister einen High-Five.

Als Mitglieder der Presse ihn auf seine angeblichen Trinkgewohnheiten ansprachen, gab der Trump-Appointee eine auffällig spezifische Antwort – die erste von mehreren.

Der „Kashtini“ und andere Nicht-Taten

„Ich stelle klar: Dieser FBI-Direktor war nie betrunken oder verkatert im Dienst. Dieser FBI-Direktor hat nie einen 1,2-Liter-Thermobecher mit eiskaltem Gin, einem Schuss trockenem Wermut und sechs Zitronenschalen befüllt und das Ganze einen ‚Kashtini‘ genannt“, sagte er.

„Dieser FBI-Direktor hat nie Steuergelder dafür verwendet, sich und seine Freundin mit einem Privatjet zu drei verschiedenen Buffalo-Wild-Wings-Filialen quer durch das Land zu fliegen, um zu testen, ob man den Unterschied schmeckt“, fuhr er fort – eine Anspielung auf die Kritik an Patels Nutzung staatlich finanzierter Regierungsflugzeuge für Sportveranstaltungen, Konzerte und Besuche bei seiner Freundin. „Und dieser FBI-Direktor hat definitiv nicht auf einer Couch im VIP-Bereich des Tau Nightclub and Asian Bistro gestanden und gerufen: ‚Wer will die Atomcodes? JK, ich hab sie nicht!’“

William Vaillancourt schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil