Paul McCartney glaubt, „Hey Jude“ kann Trump-Amerika heilen
In einem ausführlichen Podcast-Gespräch ging Paul McCartney auch auf den Zustand der USA unter Präsident Donald Trump ein.
Kann Musik die Gemüter beruhigen? Der Meinung sind nicht nur Psychologen, sondern auch Paul McCartney. Er hat auch ein gutes Beispiel dafür. Zu Gast beim Podcast
„In Trumps Amerika gehen Republikaner und Demokraten sich gegenseitig an die Gurgel – aber wenn wir diesen Song spielen, tun sie das nicht“, sagte Macca. „Sie alle lieben es, und es ist ziemlich erstaunlich.“
Im Interview mit Richard Osman und Marina Hyde erklärte der Musiker, dass der gemeinschaftliche Charakter des Songs zusammen mit seiner Vertrautheit für das große Publikum die parteipolitische Feindseligkeit, die einen Großteil des amerikanischen Lebens beherrscht, offenbar überwinden könne.
„Plötzlich ist in diesem Raum all das vergessen“, so McCartney. „Sie streiten sich nicht mehr, sie singen einfach zusammen.“
Paul McCartney auf Tuchfühlung mit seinen Fans
Anfang des Jahres hatte der 83-Jährige gleich mehrere intime Gigs in Los Angeles gespielt, bei denen er neben vielen Solo-Stücken auch zahlreiche Beatles-Klassiker wie eben „Hey Jude“, „Get Back“ und „Blackbird“ sang. Während Musiker aus den USA und und auch aus dem Ausland über Trumps Politik schimpfen, setzt McCartney auf die Kraft der Verbindung.
Der Sänger ist gerade auf Werbetour für sein kommendes Album „The Boys of Dungeon Lane“, das am 29. Mai erscheint. McCartneys 18. Soloalbum enthält 14 Songs, die gemeinsam mit Andrew Watt produziert wurden (der auch die Finger im Spiel der nächsten Platte der Rolling Stones hat). Auf der LP befindet sich mit „Home To Us“ auch sein erstes Duett mit Ringo Starr.
In dem Podcast-Gespräch ging Macca über das Thema Amerika hinaus auch auf seine Sicht auf Ruhm, vielleicht etwas zu viel Ehrgeiz und seine Beziehung zu Bob Dylan ein. Zugleich kritisierte er das Gebaren einer Influencer-Kultur, in dem einige Menschen völlig ohne Talent eine geradezu absurde Berühmtheit erlangen können.