Stephen Colbert spielt urheberrechtlich geschützte „Peanuts“-Musik im Finale: „Ich hoffe, das kostet CBS kein Geld!“

Im Finale der „Late Show“ ließ Colbert seine Band bewusst geschützte „Peanuts“-Musik spielen – ein Schritt, der CBS eine Klage einbringen könnte.

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Im letzten Abend der „Late Show“ spielte Moderator Stephen Colbert während eines Segments bewusst urheberrechtlich geschützte Musik – ein Zug, der seinen ehemaligen Arbeitgeber CBS teuer zu stehen kommen könnte, sollte die Nutzung nicht genehmigt gewesen sein und in einer Klage enden.

„Peanuts ist eine mächtige Marke und für sich allein ein ganzer Konzern. Wer diese Musik illegal verwendet, wird dafür tief in die Tasche greifen müssen“, sagte er, bevor er sich an seinen Bandleader Louis Cato wandte.

„Louis, Louis! Spielt die Band gerade dieselbe ‚Peanuts‘-Musik, von der ich gerade gesagt habe, dass Leute dafür verklagt werden, weil sie sie ohne Genehmigung benutzen? Ist das, was ihr gerade macht?“ Die Band hatte tatsächlich den bekannten Vince-Guaraldi-Song angestimmt. „Oh nein, ich hoffe, das kostet CBS kein Geld!“, sagte Colbert.

Das Ende der „Late Show“

Die „Late Show“ war im Juli 2025 abgesetzt worden, nachdem CBS und seine Muttergesellschaft Paramount einen 16-Millionen-Dollar-Vergleich mit Präsident Donald Trump geschlossen hatten. CBS bezeichnete die Entscheidung als „rein finanziell“. Viele spekulierten jedoch, dass Paramount die Sendung opferte, um sich bei Trump – ein erklärter Kritiker war Colbert stets gewesen – und der FCC einzuschmeicheln und damit die Fusion zwischen Paramount und Skydance zu begünstigen.

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Letzte Woche veröffentlichten Colbert, Jimmy Kimmel, Jimmy Fallon, Seth Meyers und John Oliver die erste neue Folge ihres Podcasts „Strike Force Five“ seit 2023 – zwei Tage nachdem sich die Late-Night-Hosts in der „Late Show“ wieder vereint hatten. Als Fallon fragte, ob das Ende der Sendung schon richtig angekommen sei, antwortete Colbert: „Was ich gesagt habe: Die aufsteigende Flut der Emotionen hat mein Kinn erreicht, und jetzt bleibt nur noch eines – tief Luft holen und wie verrückt bis zum 21. Mai schwimmen.“

Elisabeth Garber-Paul schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil