Paul McCartney, Elvis Costello und Jon Batiste verabschieden Stephen Colbert
Der Late-Night-Host stieg selbst mit ein – gemeinsam mit der Supergroup und dem aktuellen Bandleader Louis Cato.
Paul McCartney, Elvis Costello und Stephen Colberts ehemaliger Bandleader Jon Batiste sowie sein aktueller Bandleader Louis Cato gehörten zu den Musikern, die Colbert in seiner letzten Nacht als Host der „The Late Show“ im New Yorker Ed Sullivan Theater einen herzlichen Abschied bereiteten. Die Performance bildete den Abschluss der Sendung – ein mit Stars gespicktes, sentimentales und humorvolles Finale.
Als erstes wurde Costellos „Jump Up (Honky Tonk Demo)“ ausgestrahlt – offenbar eine vorproduzierte Sequenz –, eine intime akustische Nummer, in der Costello, Batiste, Cato und Colbert auf Hockern saßen und im Scheinwerferlicht mehrstimmig harmonierten. Den zweiten Song führte McCartney an: das Beatles-Stück „Hello, Goodbye“, das live vor dem Theaterpublikum gespielt wurde. Die Zuschauer standen auf und sangen mit, während McCartney den Klassiker intonierte.
Damit endete Colberts fast elfjährige Amtszeit hinter dem Schreibtisch der „The Late Show“, die er im September 2015 von David Letterman übernommen hatte. Letterman war im August 1993 der erste Host der Sendung gewesen.
Springsteen, Byrne und mehr
Die Musiker, die die Sendung beschlossen, waren Teil einer Starbesetzung in der letzten Woche. Dazu gehörte auch ein eindringlicher Auftritt von Bruce Springsteen, der am Vorabend „Streets of Minneapolis“ sang – und dabei CBS für die Absetzung der Show zur Rechenschaft zog. Außerdem hatte Colbert früher in der Woche gemeinsam mit David Byrne den Talking-Heads-Klassiker „Burning Down the House“ performt. Ohne selbst aufzutreten, waren „Weird Al“ Yankovic und James Taylor unter den Gästen der Finalwoche, die an einem ikonischen Segment des „Colbert Questionert“ teilnahmen – normalerweise werden dabei Gästen 15 Fragen gestellt. In der letzten Woche drehten die Gäste den Spieß um und befragten Colbert.
Die „The Late Show“ war im Juli 2025 abgesetzt worden, nachdem CBS und sein Mutterkonzern Paramount einen Vergleich über 16 Millionen Dollar mit Donald Trump geschlossen hatten. CBS bezeichnete die Entscheidung als „rein finanziell“. Spekuliert wurde jedoch, dass Paramount die Sendung strich, um sich bei Trump – den Colbert regelmäßig kritisiert hatte – und der FCC wohlgesonnen zu zeigen und so die Fusion zwischen Paramount und Skydance zu begünstigen.