Paul McCartney wird nervös vor Bob Dylan – selbst nach 60 Jahren
Paul McCartney gesteht dass er vor Bob Dylan nervös wird. Wie zwei Legenden sich seit Jahrzehnten gegenseitig verehren – hier nachlesen.
Dass Paul McCartney und Bob Dylan sich gegenseitig bewundern, ist seit Langem bekannt. Nun gesteht der Beatles-Sänger in einem Interview, dass er zum nervösen Fan wurde, als er mit Dylan sprechen sollte.
Erstes Treffen im Hotelzimmer
Seit 60 Jahren schätzen und bewundern sich die beiden Musik-Ikonen. Ihr erstes Treffen fand im August 1964 in einem Hotelzimmer statt, bei dem Dylan die Beatles erstmals mit Marijuana in Kontakt brachte. Nun gestand Paul McCartney im Interview mit BBC Radio 2 seine Zuneigung zu Dylans Musik: „Mr. Tambourine Man“ landete unter seinen Lieblingssongs, und zu seiner Beziehung zu Dylan sagte er: „Ich bin ein Fan, weißt du? Ich kenne ihn nicht gut genug. Ich bin ein bisschen nervös, ihn anzusprechen.“ Selbst musikalische Legenden kennen also das Herzflattern, wenn es darum geht, ihre Helden zu treffen.
Wow-Moment beim Coachella Festival
Zuletzt trafen Bob Dylan und Paul McCartney beim Coachella Festival zusammen. McCartney erinnert sich: „Es waren viele Vintage-Acts: Wir, die Stones, Bob, Neil Young. Und eine unserer Mädchen sagte: ‘Bob Dylan will dich sehen.’“ Daraufhin trafen sich die beiden allein im Backstage. „Ich dachte nur: ‘Wow.’ Es waren nur er und ich in diesem riesigen Backstage-Zelt.“ Dylan soll McCartney daraufhin viele Komplimente gemacht haben: „Es ist lustig, denn es war schon fast etwas peinlich. Er sagte: ‘Du bist ein Star.’ Ich dachte, was antwortet man darauf. ‘Danke Bob, ich liebe, was du tust.’“
Gegenseitige Bewunderung zweier Legenden
Erst kürzlich besuchte McCartney eine Show von Bob Dylan. Auch wenn er hierzu meinte, dass seine eigenen Konzerte sich sehr von denen des Folk-Musikers unterscheiden würden, hätte er Verständnis für die Eigenheiten seines Musiker-Kollegen. Viele der persönlichsten Beatles-Songs seien zudem von Dylan geprägt worden. Außerdem sei McCartney manchmal gerne ein bisschen mehr wie Bob Dylan und würde weniger darauf geben, was andere Leute von ihm denken. Dieser wiederum spricht in hohen Tönen über McCartney. 2007 äußerte er in einem Interview: „Ich bin voller Bewunderung für McCartney. Er ist einer der Einzigen, vor dem ich Ehrfurcht habe. Er kann alles. Er macht es so verdammt mühelos.“
Zwei absolute Stars mit Legendenstatus, die sich gegenseitig für ihre Musik und Persönlichkeit verehren – da kann selbst Paul McCartney noch weiche Knie bekommen. Verständnis wird er daher sicherlich auch aufbringen, wenn seine eigenen Fans vor ihm etwas nervös werden.