Bruno Mars oder Deutschland-Spiel? So geht beides am Montag
Konzert im Olympiastadion, Anpfiff um 22:30 Uhr – der Abend hat es in sich. Was der Zeitplan bedeutet und warum die Bahn das größte Problem wird.
Geschafft. Deutschland meistert die Vorrunde der WM-Qualifikation erstmals seit 2014 und steht damit im Sechzehntelfinale. Die WM der Superlative dreht die nächste Runde – und „unsere Jungs“ dürfen sich auf Paraguay als Gegner freuen. Anpfiff des Spektakels ist Montag, der 29. Juni, um 22:30 Uhr. Einigen Bruno-Mars-Fans dürfte dabei aufgefallen sein, dass noch ein anderes Großereignis in diesen Zeitraum fällt: An jenem Montag wird der Popstar sich ein drittes Mal im Olympiastadion Berlin blicken lassen. Wie also Spiel und Konzert gleichzeitig meistern?
Bruno im Deutschland-Trikot
Zunächst: Ruhe bewahren. Vertraut man dem Elefanten-Orakel aus NRW, kommt Deutschland ohnehin weiter. Und wer sich die vergangenen Auftritte von Bruno Mars anschaut, stellt fest, dass er der deutschen Nationalmannschaft nicht ganz abgeneigt ist. Bei der Show am Sonntag wurde er im Deutschland-Trikot gesehen, während er einige seiner Lieder zum Besten gab. Doch inwiefern kollidieren Spiel und Show des Jahres tatsächlich?
Knappe Angelegenheit
Bei einem planmäßigen Konzertbeginn um 20:15 Uhr wird Bruno Mars voraussichtlich gegen 22:15 Uhr ein letztes Mal „Dance with Me“ anstimmen. Das mag für Bruno im Backstage praktisch sein, um entspannt den Anpfiff zu verfolgen – für Horst Dieter im Publikum ist das Spiel zunächst nur per Handy zu verfolgen.
Selbst wer es als einer der Ersten schafft, das Olympiastadion rechtzeitig zu verlassen, steht danach vor den Gleisen der Verdammnis. Ob die Bahngesellschaft bemerkt hat, dass mehrere Zehntausende gleichzeitig ihr Schienennetz nutzen wollen – oder ob sie lieber erneut den Funkverkehr deutschlandweit lahmlegt –, weiß wahrscheinlich nur Gott. Auf Social Media kursieren bereits Videos, die zeigen, wie Menschenmassen vor den Gleisen darauf warten, endlich wieder Richtung Zivilisation zu reisen. Dabei kann es durchaus vorkommen, erst nach Mitternacht den Weg nach Berlin-Mitte gemeistert zu haben.
Noch ist es nicht vorbei
Wer es bis Mitternacht in die heimische Umgebung schafft, kann sich noch entspannt die Schlussphase des Fußballspektakels anschauen. Mit einer Spielzeit von 90 Minuten, 15 Minuten Pause sowie Trinkpausenunterbrechungen und Nachspielzeit wird ein reguläres Spielende zwischen 00:15 und 00:30 Uhr erwartet – es sei denn, die Paraguayer zwingen Deutschland in die Verlängerung. Public Viewing rund um das Olympiastadion gibt es keines, schon gar keins, das ein ganzes Konzert überbrückt. Was bleibt, ist das Beten an die Internet- und Bahnverbindung.