„Regime Change“: Bestseller-Buch beleuchtet Trumps Präsidentschaft
Maggie Haberman und Jonathan Swan beleuchten in „Regime Change“ Trumps zweite Amtszeit.
An diesem Wochenende gibt es viel zu feiern: Amerika begeht seinen 250. Geburtstag – mit Paraden, Feuerwerk und patriotischen Auftritten im ganzen Land. Doch die USA befinden sich auch an einem Scheideweg: Eine angespannte Wirtschaft und wachsende politische Spannungen bedrohen genau jene Freiheiten, die gefeiert werden sollen. Im Zentrum des Geschehens: Donald Trump, der amtierende 47. Präsident der Vereinigten Staaten, der sich rücksichtslos an die Macht gerammt hat – egal, wen oder was er dabei auf der Strecke ließ.
Genau das ist die Prämisse eines neuen Buchs der „New York Times“-Korrespondenten Maggie Haberman und Jonathan Swan. Unter dem Titel „Regime Change“ dokumentieren die Autoren das erste Jahr von Trumps zweiter Präsidentschaft – und beschreiben, wie der Oberbefehlshaber beispiellose und unvorstellbare Manöver vollzog, um sich die verfassungsmäßige Krone zu sichern.
„Regime Change: Inside the Imperial Presidency of Donald Trump“
Das 496-seitige Hardcover ist beim Verlag Simon & Schuster erschienen, kam am 23. Juni auf den Markt und schoss umgehend an die Spitze der Amazon-Bestsellerliste – wo es zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung nach wie vor steht.
Sowohl Haberman als auch Swan haben Zeit mit dem Präsidenten verbracht und ihn über das vergangene Jahrzehnt hinweg eng begleitet. Für das Buch griffen die beiden Autoren auf Interviews mit Trump selbst sowie mit Mitgliedern seiner Regierung zurück.
Was sie dabei enthüllen, ist das Porträt eines Mannes, der von seiner eigenen Doktrin besessen ist – eines Anführers, der überzeugt ist, dass sein Weg der einzig mögliche ist. Der Verlagstext kündigt an: „Die Generäle, die einst Nein zu ihm sagten, sind weg, und die verbliebenen Anwälte haben gelernt, ihre Kämpfe sorgfältig auszuwählen. Seine Regierung hat Gerichtsbeschlüsse missachtet, und er hat sich Befugnisse angemaßt, die der Kongress einst kontrollierte. Was bleibt, ist ein Präsident, der bereit ist, enorme Risiken einzugehen, die die globalen Märkte erschüttert und Staatsoberhäupter gestürzt haben – ein imperialer Präsident, der fast ausschließlich nach Instinkt handelt.“
Die Lowlights der Präsidentschaft
Zu den im Buch behandelten Ereignissen zählen die Entscheidung des Präsidenten, ICE-Agenten in Städte im ganzen Land zu entsenden, der zunehmend besorgniserregende Einsatz der Nationalgarde sowie Trumps jüngster Krieg im Nahen Osten – wobei Haberman und Swan Einblicke in die „geheimen Beratungen im Oval Office“ versprechen, die dem Angriffsbefehl des Präsidenten gegen den Iran vorausgingen.
Die Autoren befassen sich außerdem mit dem schwindenden Ansehen der USA auf der Weltbühne und skizzieren Trumps dreiste Taktiken, mit denen er „das Justizministerium in ein Instrument der Vergeltung gegen die Feinde des Präsidenten und das Amt selbst in ein schamloses Vehikel zur persönlichen Bereicherung verwandelt hat.“
Über Donald Trumps politische Eskapaden ist natürlich schon viel geschrieben worden – und die Ironie, dass ausgerechnet ein Buch namens „Regime Change“ am amerikanischen Unabhängigkeitstag die Bestsellerlisten anführt, lässt sich kaum übertreffen. Hinzu kommt eine weitere Ironie, die Haberman und Swan im Buch selbst benennen. Wie der Verlag festhält: „Die Anklagen, die Verurteilungen, die Attentatsversuche und vier Jahre im politischen Exil haben ihn nicht geschwächt, sondern weit mächtiger gemacht – rachsüchtiger und risikobereiter als jeder Präsident in der jüngeren Geschichte.“