Till Lindemann: Fan entblößt sich, überschüttet sich mit „Fischblut“

Explodierende Fische, wilde Szenen: Beim Tillfest sorgte Till Lindemann erneut für „delikate“ Momente. Ein weiblicher Fan ging steil.

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Wenn man an Till Lindemann denkt, scheinen die Wörter „Frieden“ und „Besinnung“ eher fernzuliegen. Umso provokanter wirkte daher der gewählte Veranstaltungsort des Tillfests: direkt vor dem Völkerschlachtdenkmal. Während dieses der Völkerschlacht von 1813 gedenkt, bei der alliierte Truppen Napoleon besiegten, schlachtete Till Lindemann ein paar Fische und schuf damit eine ganz neue Erinnerung für viele Konzertbesucher.

Ein makabres Spektakel vor historischer Kulisse

Es ist durchaus bekannt, dass Konzerte des umstrittenen Musikers ein skurriles Bühnenbild beinhalten. Ob sich die erste Reihe allerdings auch für explodierende Fischköpfe angemeldet hat, ist fraglich. Denn während des Songs „Fish On“ war der Fisch im wahrsten Sinne „on“: Neben einem Exemplar, das im Mund des Sängers auf und ab geschleudert wurde, gab es für die Menge auch reichlich glitschige Schuppen. Mal wurde eine Handvoll hierhin geworfen, mal dorthin. Doch warum mit der Hand werfen, wenn man auch schießen kann? Ob nun Fische oder T-Shirts per Kanone ins Publikum katapultiert werden, macht am Ende offenbar keinen Unterschied. Also nahm der grimmig dreinschauende Till das Zielrohr in die Hand und ließ es sich vom Gehilfen mit Schießpulver und einem Fisch befüllen. Und zack – eine fliegende Forelle. Weil das dem Sänger sichtlich Spaß machte, wurde direkt nachgeladen. Nur explodierte der Fisch diesmal eher in der Luft, statt tatsächlich Strecke zu machen.

Zwischen viralem Video und Songtext

Wer jetzt denkt: „Iiih, wer will so etwas sehen?“, hat offenbar das neueste Video des Fetisch-Rockers noch nicht gesehen. Zu sehen ist ein weiblicher Fan, der einen Fisch über sich hält, während ihr eine rote Flüssigkeit über den entblößten Oberkörper läuft. Passend dazu dreht sich der Songtext von „Fish On“ inhaltlich ums Anbaggern von Frauen im Bild des Angelns – ein durchaus originelles Motiv.

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Da scheinen sich also zwei gefunden zu haben. Doch auch ohne durch die Gegend fliegende Fische bleibt das Fest ein stark umstrittenes.

Ein Fest mit Nachwirkungen

Sowohl Sänger als auch Veranstaltungsort scheinen von der Stadt Leipzig nicht ausreichend bedacht worden zu sein, als die Genehmigung erteilt wurde. Künftig soll es am Völkerschlachtdenkmal daher keine Konzerte und Events mehr geben. Till Lindemann selbst stand wegen des Verdachts auf Sexualdelikte und Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz vor Gericht und verlor zunehmend an Anerkennung. Es bleibt zu hoffen, dass die Fische zumindest ordnungsgemäß betäubt waren, bevor sie in die Luft gesprengt wurden.

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