Jermaine Dupri verklagt Sony auf 18 Millionen Dollar Royalties für Arbeiten mit Mariah Carey, Usher und anderen

Der Grammy-prämierte Produzent wirft Sony Music vor, Royalties systematisch verschwiegen und zurückgehalten zu haben.

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Grammy-Gewinner Jermaine Dupri hat eine scharfe Klage gegen Sony Music Entertainment (SME) eingereicht und wirft dem Konzern vor, Royalties für seine Arbeit mit Künstlern wie Mariah Carey, Usher, Kris Kross, Xscape, Bow Wow und Da Brat unterbezahlt und verschleiert zu haben.

Der in Atlanta ansässige Produzent und Songwriter, der den Sound des Hip-Hop und R&B der Neunziger maßgeblich geprägt hat, behauptet, Sony Music habe „gewusst, dass es seine Verträge“ mit ihm und seinem einflussreichen Label So So Def verletze, aber „nie versucht, seine verächtlichen Buchführungspraktiken offenzulegen.“ Die in einem New Yorker Bundesgericht eingereichte Klage fordert mindestens 18 Millionen Dollar Schadensersatz.

„Angesichts des systematischen Musters der Unterberichterstattung von Royalties, des Versäumnisses, Royalties zu melden, sowie der Änderung und/oder Aktualisierung von Abrechnungen, um zuvor verdiente Royalties auszuweisen, hat [Sony Music Entertainment] vorsätzlich betrügerische Handlungen begangen, die darauf ausgelegt waren, den Klägern in ihrem Geschäft zu schaden“, heißt es in der 13-seitigen Klageschrift, die ROLLING STONE vorliegt.

Kris Kross und versteckte Royalties

Im Fall von Kris Kross behauptet Dupri, Sony habe ihm zustehende Royalties auf den Kris-Kross-Katalog mehr als zwei Jahrzehnte lang verheimlicht. Laut Klageschrift habe Sony diese Gelder in „einem separaten Royalty-Abrechnungssystem, das den Klägern unbekannt war“, geparkt.

Darüber hinaus wirft Dupri Sony vor, wissentlich weitere Zahlungen aus Jagged Edges Album „The Jagged Era“ von 1997 zurückgehalten und Royalty-Abrechnungen aus mehreren zurückliegenden Jahren manipuliert zu haben. Er und sein Anwalt Chris Brown führen mindestens sieben Verträge zwischen dem Produzenten und Sony-Music-Einheiten auf, die einen Zeitraum von mehr als 25 Jahren abdecken. Ein im vergangenen Jahr durchgeführtes Buchprüfungsverfahren habe Millionenbeträge aufgedeckt, die Dupri und seinen Unternehmen So So Def Recordings und So So Def Productions zustünden.

Eine Stellungnahme von Sony Music lag bis Redaktionsschluss nicht vor. Dupris Anwalt teilte auf eine E-Mail-Anfrage am Dienstag mit, er wolle sich nicht äußern.

Ikone mit 200 Millionen Umsatz

In der Klageschrift wird Dupri als „Mastermind“ des Southern-Hip-Hop- und R&B-Sounds bezeichnet. Sie verweist darauf, dass Dupri 2018 in die Songwriters Hall of Fame aufgenommen wurde und 2006 den Grammy Award für den besten R&B-Song für „We Belong Together“ gewann, den er gemeinsam mit Mariah Carey und Johntá Austin geschrieben hatte. Die Klage verlinkt auf die Spotify-Streamingzahlen des Songs, die am Dienstag bei über 942.000.000 Streams lagen.

„Dupri ist eine Musikikone, dessen Aufnahmen bei So So Def und seine Produktionsarbeit mit anderen Künstlern über 200.000.000 Dollar Bruttoumsatz in der Musikindustrie generiert haben“, heißt es in der Klageschrift. Doch bei der Forderung von mindestens 18 Millionen Dollar will er es nicht belassen.

„Da das Problem nicht gemeldeter Produzenten-Royalties kein Einzelfall ist, wie das oben Dargelegte zeigt, ist davon auszugehen, dass SME den Klägern Produzenten-Royalties für Produktionsleistungen im Zusammenhang mit anderen Künstlern, die mit den So-So-Def/SME-Deals verbunden sind, nicht gemeldet hat“, steht in der Klage. „Weitere den Klägern zustehende Royalties sind noch nicht beziffert.“

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