Das US-Militär hat fast kein Geld mehr (zumindest behaupten sie das)

Pentagon-Quellen warnen: Ohne Zusatzfinanzierung könnten bald Jets am Boden bleiben und Manöver ausfallen – schuld ist Trumps Irankrieg.

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Das Budget des amerikanischen Verteidigungsministeriums ist chronisch aufgebläht. Wie ein geplatzter Walkadaver, an dem sich ein Schwarm aus Rüstungsunternehmen, Konzernen und immer ausufernden Militäroperationen gütlich tut, bildet das DOD das Herzstück eines weltumspannenden Finanzökosystems. Bei knapp einer Billion Dollar jährlicher Mittelzuweisung ist es daher mehr als erstaunlich, dass die Trump-Administration behauptet, das sogenannte „Kriegsministerium“ stehe kurz vor der Zahlungsunfähigkeit.

Laut Quellen, die gegenüber NBC News sprachen, warnt das Pentagon Abgeordnete und Senatoren, dass dem Ministerium bald das Bargeld ausgehen könnte, sollte der Kongress ausstehende Anträge auf Zusatzfinanzierung nicht genehmigen. Was treibt das Defizit? In erster Linie Trumps Krieg gegen den Iran.

Nachdem zunächst von Kosten in Höhe von rund 25 Milliarden Dollar die Rede war, sind die geschätzten Gesamtkosten des Krieges – den Trump am Mittwoch wieder in vollem Umfang entfachte – auf über 132 Milliarden Dollar angewachsen.

Jets am Boden, Manöver gestrichen

Neben den direkten Operationskosten signalisiert das DOD dem Kongress, dass zusätzliche Mittel benötigt werden, um geleerte Waffenbestände und Waffensysteme wieder aufzufüllen.

„Wir müssen möglicherweise damit beginnen, Jets zu parken und Übungen abzublasen“, sagte ein ehemaliger Pentagon-Beamter gegenüber NBC News.

Im Hintergrund fordert Trump vom Kongress eine weitere Erhöhung des jährlichen Pentagon-Budgets um 44 Prozent – zusätzlich zu den 150 Milliarden Dollar, die der „Big Beautiful Bill“ im Juli letzten Jahres bereits bewilligt hatte. Das würde den Haushalt des amerikanischen Militärapparats auf über 1,5 Billionen Dollar jährlich anschwellen lassen. Das DOD selbst beantragt beim Kongress 67 Milliarden Dollar an außerordentlichen Zusatzmitteln.

Kongress in der Zwickmühle

Die Forderungen haben die republikanischen Kongressmitglieder in eine Sackgasse manövriert: Sie kämpfen in den bevorstehenden Zwischenwahlen um ihre Sitze und scheuen davor zurück, weitere Milliarden in Trumps tief unpopulärem iranischen Sumpf zu versenken.

Doch der Präsident selbst dreht die Daumenschrauben fester. „Das KRIEGSMINISTERIUM war noch nie so ‚HEISS‘. Wir müssen das so halten, weshalb wir nach der Rückkehr des Kongresses Reconciliation 3.0 verabschieden müssen, mit 350 Milliarden Dollar für die Verteidigung, plus dem SAVE AMERICA ACT“, schrieb Trump am Dienstag auf Truth Social. „Ich fordere die Führung von Repräsentantenhaus und Senat auf, dies zur absoluten Priorität zu machen und sicherzustellen, dass die 350 Milliarden Dollar in Recon 3.0 den Haushaltsausschuss verlassen, sobald der Kongress wieder tagt.“

In einem ungewöhnlichen Schritt verurteilten beide Kammern des Kongresses den Krieg gegen den Iran im Juni in jeweils separaten, nicht bindenden Resolutionen. Trotz breiter Ablehnung in der Bevölkerung, offenkundigen Finanzierungslücken und wachsenden Magenschmerzen in den eigenen Reihen weigert sich Trump, aus dem Konflikt auszusteigen. Am Mittwoch – auf einer Pressekonferenz beim alljährlichen NATO-Gipfel – erklärte Trump den brüchigen Waffenstillstand und die Friedensgespräche mit dem Iran für beendet. Noch in derselben Nacht nahm das US-Militär seine Bombardierung iranischer Ziele rund um die Straße von Hormus wieder auf. Der Präsident feierte das mit Dutzenden Videos dieser Explosionen auf seinen Social-Media-Kanälen – Steuergelder in Flammen.

Nikki McCann Ramirez schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil

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