Hurricane 2004: David Bowies letztes Konzert

Keiner hatte damals ahnen können, dass er nie wieder Konzerte geben würde. Bei dem Hurricane-Auftritt absolvierte David Bowie seinen letzten Gig. Wenig später setzte ihn ein Herzinfarkt außer Gefecht.

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Schon während des Sets soll er über Brustschmerzen geklagt haben, nach dem Auftritt wurde im Krankenhaus dann eine blockierte Herzarterie diagnostiziert. David Bowie erlitt beim Hurricane einen Herzinfakt.

So bleibt sein Gig beim Hurricane-Festival am 25. Juni 2004 sein bis heute letztes Konzert. Die weiteren Auftritte der „Reality“-Tour wurden im Abschluss an die Arztdiagnose gestrichen. Und David Bowie zog sich fürs Erste aus der Öffentlichkeit zurück. Kleinere Live-Gastauftritte gab es dennoch, so kam er ab 2005 u.a. zu Arcade Fire auf die Bühne.

David Bowie

Aus dem Nichts veröffentlichte Bowie dann 2013 sein Comeback-Album „The Next Day“ – sein erstes seit zehn Jahren. Wie er seinem Produzenten Tony Visconti bei den Aufnahmen offenbarte, wolle David Bowie zur Platte jedoch nicht touren.

Am 8. Januar 2016 erschien dann sein letztes Werk „Blackstar. Zwei Tage später, am 10. Januar, erlag David Bowie einem Krebsleiden.

Setlist David Bowie beim Hurricane 2004:

Rebel Rebel
Fame
Battle for Britain (The Letter)
Sister Midnight
New Killer Star
Cactus
All the Young Dudes
China Girl
Modern Love
Station to Station
The Man Who Sold the World
Changes
The Loneliest Guy
Under Pressure
Ashes to Ashes
Quicksand
I’m Afraid of Americans
„Heroes“

Zugabe:
Life on Mars?
Suffragette City
Ziggy Stardust

Videos:

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Keiner hatte damals ahnen können, dass er nie wieder Konzerte geben würde. Bei dem Hurricane-Auftritt absolvierte David Bowie seinen letzten Gig. Wenig später setzte ihn ein Herzinfarkt außer Gefecht. In unserer ROLLING-STONE-Ausgabe 11/25 widmen wir uns ausführlich den letzten 20 Jahren in David Bowies Leben – und wie er unter Schmerzen versuchte, seine finale Tournee zu absolvieren. Dabei kommen auch Weggefährten wie Mike Garson zu Wort.

David Bowie

Von Lou Reed

David Bowies Beitrag zum Rock’n’Roll: Witz und Sophistication. Er ist clever, aber er ist auch ein wahrer Musiker, und er kann wirklich singen. Und das mit einer riesigen Spannbreite: Ich mag den Ton von Ziggy Stardust, aber David hat noch ganz andere Stimmen. Selbst die eines Crooners, wenn er will. Und einen Sinn für Melodie, an den niemand sonst im Rock’n’Roll rankommt. Manche seiner Melodien könnten die meisten überhaupt nicht singen.

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Androgyn waren viele im Rock, angefangen mit Little Richard, aber David hat dem Ganzen seine eigene Patina verliehen, um’s mal vorsichtig auszudrücken. Er hat sich über die Figur des Ziggy lange Gedanken gemacht. Er ging zum Schauspielunterricht, und nicht nur zum Spaß. Bühne ist Handwerk, das wusste er, und das nahm er ernst. Er machte eine ganze Show aus dieser Figur – und dann ließ er sie hinter sich. Ziemlich schlau. Stellt euch vor, er hätte immer weiter den Ziggy geben müssen. Ich meine, wenn man sich nach Publikum und Kritikern richten würde, müsste man dieselben vier Songs in alle Ewigkeit spielen. David dagegen schlüpfte in andere Rollen, wie den Thin White Duke. Und als er sich auf Alben wie „Young Americans“ am amerikanischen Soul versuchte, gelang ihm auch das unglaublich gut – die Songs, die er dafür schrieb, waren hervorragend.

Bob King Redferns