AC/DC: Malcolm Young lachte auch mit Demenz noch, als er Gitarren hörte


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2014 bekam Malcolm Young die Diagnose Demenz. Über die Jahre nahm die Krankheit immer mehr Besitz von seiner Persönlichkeit, bis er 2017 an dessen Folgen verstarb. Wie sein Bruder geistig abbaute, erlebte Angus Young hautnah mit. In einem Interview sagt er nun, dass der Klang einer Gitarre Malcolm Young bis zum Ende ein Lächeln ins Gesicht zauberte.

AC/DC-Frontmann Brian Johnson als auch Young waren am vergangenen Montag (16. November) in der Sendung „Australia’s 60 Minutes“ zu Gast, um über ihre Karriere als auch über das brandneue Album „Power Up“ zu sprechen.

Innerhalb der 60 Minuten ehrten sie außerdem ihren einstigen Bandkollegen Malcolm Young und gaben einige der unzähligen Gitarren-Riff-Ideen zum Besten, die Malcom in seinen letzten Jahren durch den Kopf schossen.

Schrecklicher Kampf mit der Krankheit

Für Angus Young sei der Tod seines Bruders nicht das Schlimmste an dessen Erkrankung gewesen, sondern zu sehen, wie er mit der Krankheit kämpfte. „Weil du ihn als jemanden kanntest und dann mit ansehen musstest, dass dieser Mensch verschwunden ist“, erklärt Young.

Doch wenn die Brüder beisammen waren, lebte Young auf. „Bis zum Schluss lächelte er über beide Ohren, wenn ich den Raum betrat. Damit bereitete er mir immer eine kleine Freude“, erinnert sich Young unter Tränen.

Der Gitarrist erzählt des Weiteren, dass wenn er ihm auf der Gitarre vorspielte, Malcolm immer wieder versuchte mit den Füßen auf den Boden zu tippen. „Er wusste immer, dass ich bei ihm war und dort blieb ich auch bis zum Ende.“

2014 traten AC/DC mit dem Statement an die Öffentlichkeit, dass Malcolm Young wegen seiner Krankheit die Band verlassen habe. Sein Neffe Stevie Young trat in dessen riesige Fußstapfen, spielte die Rhythmusgitarre auf dem Album „Rock or Bust“ und der darauf folgenden Tour. Auf ihren neusten Aufnahmen ist er wieder zu hören.