Als Soul und Funk explodierten: Fotografien von Bruce W. Talamon

Stevie Wonder, Funkadelic, Donna Summer, The Jackson Five, Diana Ross, James Brown – Bruce W. Talamon bekam sie alle vor die Linse. Der Fotograf, der eigentlich eine ganz gewöhnliche Karriere als Jurist angestrebt hatte, geriet fast zufällig auf den Soul Train und dokumentierte vor allem in den 70ern, wie Soul, Funk und R&B aus der Nische krochen und zu einem gigantischen Mainstream-Erfolg wurden.

Talamon trieb sich wie ein hungriger Hund in der kaum überschaubaren Musikszene in Los Angeles herum, immer bereit dazu, den nächsten aufstrebenden Star abzulichten. Dabei ging es ihm stets darum, nicht nur die glanzvolle Aura der Musiker einzufangen, sondern die Persönlichkeit dahinter zu erahnen. Mit einer Festanstellung beim „Soul Magazine“ machte er sozusagen sein Hobby endgültig zum Beruf und wurde in den 70ern zu so etwas wie dem Schatten vieler Musiker.

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Schnappschüsse aus Garderoben, Tourbussen und Kellern

Fast täglich schoss Talamon Porträtbilder, begleitete Musiker zu Soundchecks oder beim Abhängen auf Parkplätzen. Kein vermeintlich geheimer Ort blieb ihm verborgen, so dass dem Afroamerikaner einprägsame Schnappschüsse vor allem aus dem Backstagebereich gelangen.

Man hat den Eindruck, als hätte der Fotograf den Spirit und die Coolness dieser Epoche stets vor Augen gehabt, als er mit der Kamera draufhielt. Nicht zuletzt vermittelt er mit seinen Bildern auch einen herausragenden Eindruck von der Experimentierlust einer ganzen Musikergeneration um solche umtriebigen Künstler wie Al Green, Gil Scott-Heron, James Brown, Barry White und Chaka Kahn.

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