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Amyl And The Sniffers: Die neue Punk-Explosion aus Australien

🔥AC/DC: 10 Dinge über die Band, die Sie garantiert noch nicht wussten

Die rohe Energie des Punk und die Lust am Krawall, die sich in den 70er-Jahren in dilettantischen Gitar­ren­stürmen entluden, brauchen ein frenetisches Publikum, das sich ­anschreien und sich in Ekstase jagen ­lassen will. Natürlich reformiert sich Punk deshalb in feuchten ­Garagen, finsteren Spelunken und schmierigen Bars – dort, wo Amyl And The Sniffers seit drei ­Jahren den Aufstand proben.

Die aus­tralische Band ist live eine explosive Angelegenheit. Eine Stichprobe zeigt: Schon nach wenigen Minuten schwitzen die Musiker. Sie recken die Fäuste ins Publikum, ­spurten über die Bühne und springen in die Menge. Auch wenn nicht jedes Stück sitzt und die furchtbaren 80er-Jahre-Fri­suren eine ­Beleidigung für das Auge sind, muss man diese Truppe in ihrem Element gesehen ­haben, um zu ver­stehen, was sie will.

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„Wir sind besessen von der Wildheit des Punk – und wollen das auch unbedingt allen ­zeigen“, so Sängerin Amy Taylor. Unruhig wie ein hyperak­tives Kind rutscht sie während des In­terviews auf einer zerscheuerten, muffigen Couch hin und her.  Das Möbelstück symbolisiert ganz prächtig die Grundlage, auf der Amyl die Brandbeschleu­nigungsklänge von AC/DC, Cosmic Psychos und den Thought Criminals einer Neubewertung unterziehen. Song-Rudimente wie „Starfire 500“ klingen nach einer Rebellion, die schon längst zu Ende ist, nach Bands, von deren Schicksal im Schulunterricht berichtet wird, damit Kinder lieber Klavierstunden nehmen als Gitarren in die Hand.

Amyl And The Sniffers sind stolz auf ihre musikalischen ­Wurzeln

Die Texte spielen mit Hinterwelt-­Naivität und Aussie-Delikatessen, von denen Europäer ­verschont bleiben, zum Beispiel Victoria Bitter. (Taylor: „Schmeckt so bitter, man kann sich damit nur betrinken.“) Amyl gelten als einer der erfolgreichsten Exporte der seit geraumer Zeit florie­renden Musikszene in Melbourne. Natürlich ist es wie mit Berlin, London und New York: Kaum einer kommt dorther, aber alle wollen dorthin, um ungestört ihr Ding machen zu können. „Wir sind echte Landeier“, so Drummer Bryce Wilson kichernd. „Aber das ist ja in Australien irgendwie jeder.“

SOPA Images LightRocket via Getty Images


SpaceX: AC/DC und Black Sabbath als Soundtrack für Raketenstart ins All

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