„Batman“, „Dunkirk“: Nolan tot

Nolan sei ein „Freigeist“ und „außergewöhnlicher Charakter“ gewesen, schreibt seine Witwe.

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Der britische Schauspieler John Nolan ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der „Batman“- und „Dunkirk“-Darsteller verstarb am 11. April 2026, wie seine Familie bestätigte.

Seine Ehefrau Kim Hartman verabschiedete sich mit emotionalen Worten. Nolan sei ein „Freigeist“ gewesen, der stets nach seinen eigenen Regeln gelebt habe, zitiert sie die britische Zeitung „Mirror“. „Er war ein Freigeist, der immer wusste, was er wollte, und nach seinen eigenen Regeln lebte – der einzige wirklich originelle Denker, den ich je gekannt habe. Wortgewandt, intelligent und mit einem anarchischen Humor war er immer bereit, beide Seiten eines Arguments zu sehen“.

Seine Witwe weiter:„Er war außerdem der freundlichste Mensch, den ich je kannte – und Tiere haben ihn geliebt! John war ein beliebter und talentierter Lehrer, egal ob er einen Shakespeare-Monolog erklärte oder zeigte, wie man einen Golfschläger schwingt, und er war seiner Familie zutiefst verbunden.“

Bekannt aus Christopher-Nolan-Filmen und Serien

Ein Millionenpublikum kannte Nolan vor allem aus der Serie „Person of Interest“, in der er als ruhiger, kontrollierter Gegenspieler John Greer zu sehen war. Die Figur entwickelte sich über mehrere Staffeln hinweg zu einem der zentralen Antagonisten der Serie.

Auch in den Filmen seines Neffen Christopher Nolan tauchte er regelmäßig auf — unter anderem in „Batman Begins“ und „The Dark Knight Rises“, in denen er ein Vorstandsmitglied von Wayne Enterprises spielte. Darüber hinaus war er auch in „Dunkirk“ in einem kurzen, aber prägnanten Auftritt zu sehen.

Abseits des Kinos war Nolan vor allem im Theater verwurzelt. Er arbeitete unter anderem mit der Royal Shakespeare Company und dem National Theatre und gehörte über Jahrzehnte zu jener Generation von Darstellern, die weniger im Rampenlicht standen, aber das Fundament vieler Produktionen bildeten. Zuletzt war er in der Serie „Dune: Prophecy“ zu sehen. Nolan hinterlässt seine Ehefrau, zwei Kinder und mehrere Enkelkinder.

Markus Brandstetter schreibt freiberuflich unter anderem für ROLLING STONE. Weitere Artikel und das Autorenprofil gibt es hier.