„Krieg ist kein Film“: Ben Stiller schlägt gegen Propagandavideo des Weißen Hauses zurück
Das Weiße Haus nutzte einen Clip aus „Tropic Thunder“ für ein Propagandavideo, das Trumps Krieg gegen den Iran verherrlicht – Ben Stiller reagiert wütend.
Ben Stiller hat seinem Ärger über die Verwendung eines Clips aus „Tropic Thunder“ durch das Weiße Haus für seine Kriegspropaganda Luft gemacht. „Hey Weißes Haus, entfernt bitte den Tropic Thunder-Clip“, schrieb er in den sozialen Medien. „Wir haben euch nie die Erlaubnis gegeben und haben keinerlei Interesse daran, Teil eurer Propagandamaschinerie zu sein. Krieg ist kein Film.“
Der X-Account des Weißen Hauses hatte am Donnerstag eine Montage aus Szenen verschiedener Filme und Serien veröffentlicht – darunter „Tropic Thunder“, „Braveheart“, „Top Gun: Maverick“ und „Better Call Saul“ –, versehen mit der Bildunterschrift „JUSTICE THE AMERICAN WAY“ gefolgt von US-Flaggen- und Feuer-Emojis.
Der Clip endet mit dem Voiceover aus „Mortal Kombat“: „Flawless victory.“ Die abschließende Einblendung lautet schlicht: „The White House: President Donald J. Trump.“ Der verwendete Clip aus „Tropic Thunder“ zeigt Tom Cruise als Filmproduzent Les Grossman beim Tanzen.
Stillers Reaktion auf das Propagandavideo
Stiller führte bei „Tropic Thunder“ Regie, spielte die Hauptrolle und war Co-Autor des Drehbuchs. Die Komödie, die 2008 erschien und an den Kinokassen erfolgreich war, zeigt Jack Black und Robert Downey Jr. an Stillers Seite: eine Gruppe glückloser Schauspieler, die glauben, in einem Kriegsfilm zu drehen, und dabei ungewollt zu echten Soldaten werden. Downey wurde für einen Oscar in der Kategorie Bester Nebendarsteller nominiert.
Das Weiße Haus veröffentlichte den Supercut zu einem Zeitpunkt, an dem die USA und Israel den Iran weiter mit Bombardements überziehen – eine Offensive, die bereits mehrere amerikanische Soldaten das Leben gekostet hat.
Ein Ende des Feldzugs ist nicht absehbar, und US-Präsident Donald Trump sowie Verteidigungsminister Pete Hegseth haben die Amerikaner gewarnt, dass weitere Tote wahrscheinlich sind. Die Regierung war bislang nicht in der Lage, die Kriegsziele klar zu benennen. Das primäre Ziel scheint gegenwärtig – wie das Video nahelegt – darin zu bestehen, möglichst viel Verwüstung anzurichten und anschließend damit zu prahlen.