Björk ruft Grönland zum Widerstand gegen Trump auf

Björk unterstützt Grönlands Unabhängigkeit und warnt vor neuem Kolonialismus, während Donald Trump erneut Übernahmepläne andeutet

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Björk hat eine Solidaritätsbotschaft mit den Menschen in Grönland geteilt, nachdem Donald Trump und seine Regierung erneut mit der Übernahme des Landes gedroht hatten, nachdem der venezolanische Präsident Nicolás Maduro gefasst worden war.

Grönland, Dänemark und koloniale Kontinuitäten

„Ich wünsche allen Grönländern Segen in ihrem Kampf um Unabhängigkeit“, schrieb Björk am Montag (5. Januar) auf Instagram. Sie fügte hinzu: „Kolonialismus hat mir immer wieder kalte Schauer über den Rücken gejagt, und die Vorstellung, dass meine grönländischen Mitmenschen von einem grausamen Kolonisator zu einem anderen wechseln könnten, ist zu brutal, um sie sich auch nur vorzustellen. ‚Úr öskunni í eldinn‘, wie wir auf Isländisch sagen.“ (Der Ausdruck bedeutet: „Aus der Asche ins Feuer.“)

Obwohl sich die isländische Musikerin eindeutig auf die Drohungen der USA bezog, konzentrierte sich ein Großteil von Björks Text auf das Verhältnis Grönlands zu Dänemark. Grönland ist seit den 1950er-Jahren keine dänische Kolonie mehr, aber weiterhin ein halbautonomer Teil Dänemarks, mit einer eigenen lokalen Regierung und zwei Abgeordneten im dänischen Parlament.

Dänemark kontrolliert weiterhin die Außenpolitik und Verteidigung Grönlands und trägt mehr als die Hälfte des öffentlichen Haushalts des Landes.

Islands eigene Geschichte und ein warnender Blick

Island, Björks Heimatland, hat ebenfalls eine koloniale Vergangenheit mit Dänemark, die bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurückreicht. Island wurde 1944 unabhängig. Björk schrieb, ihre Landsleute seien „äußerst erleichtert, dass wir uns von den Dänen lösen konnten“ und dass man „unsere Sprache nicht verloren hat“.

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Anschließend schilderte sie zwei erschütternde Beispiele für Dänemarks Kontrolle über Grönland. Eines bezog sich auf eine Klage, die 2024 von 140 grönländischen Frauen eingereicht wurde. Sie werfen Dänemark vor, ihnen ohne ihr Wissen oder ihre Zustimmung Spiralen eingesetzt zu haben, um die Bevölkerung Grönlands zu reduzieren. Zwischen 1966 und 1970 sollen fast 4.500 Frauen und Mädchen betroffen gewesen sein.

Zwangsmaßnahmen und ihre Folgen

„Sie sind in meinem Alter und jünger … kinderlos“, schrieb Björk.

Sie erwähnte außerdem die sogenannten „Erziehungskompetenz“-Tests, denen Grönländer jahrelang unterzogen wurden, bis sie im vergangenen Mai schließlich verboten wurden. Diese Tests, die in Dänemark häufig im Rahmen von Kinderschutzverfahren eingesetzt werden, galten als ungeeignet und unangemessen für die Bevölkerung Grönlands und andere Minderheiten.

Björk berichtete in ihrem Beitrag von einer grönländischen Mutter, der ihre Tochter nur zwei Stunden nach der Geburt im Jahr 2024 weggenommen wurde. Obwohl die Tests inzwischen verboten sind, wurden Mutter und Kind bislang nicht wieder vereint.

Abschließender Appell

Zum Abschluss schrieb Björk: „Liebe Grönländer, erklärt die Unabhängigkeit!!!! Mitfühlende Wünsche von euren Nachbarn. Herzlichkeit.“

Jon Blistein schreibt für den ROLLING STONE USA. Hier geht es zum US-Profil