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Nach Verwirrungs-Interview: Brian Eno bezeichnet Donald Trump als „komplettes Desaster“


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In einem Facebook-Post positioniert sich Brian Eno ganz klar gegen Donald Trump, nennt ihn ein „komplettes Desaster“. Der Grund: Ein voran gegangenes Interview mit dem „Guardian“. Amerikanische Rechte hatten ihn danach als Unterstützer des US-Präsidenten gesehen.

Vor einigen Tagen hatte der britische Musiker in einem Interview mit dem „Guardian“ folgendes gesagt: „Rückblickend denke ich mir, dass ich froh über Trump und den Brexit bin. Das ist genau der Arschtritt, den wir alle brauchen. Und wir haben den gebraucht, weil wir sonst nichts geändert hätten. Stellen Sie sich nur einmal vor, dass Hillary Clinton gewonnen hätte. Wir hätten weitergemacht, wie bisher.“

Grund für den Facebook-Post: Falsche Interpretationen der Überschrift

Die Überschrift des Artikels: „Brian Eno – „Wir befinden uns seit 40 Jahren im Niedergang – Trump ist eine Chance alles zu überdenken“. Offensichtlich haben amerikanische Rechte diese Aussage zum Anlass genommen, um in Eno einen Unterstützer des Präsidenten zu sehen.

Isoliert gesehen, könnte das eine Lesart dieser Aussage sein. Im Kontext des gesamten Interviews und mit Blick auf die Biografie des Künstlers ist das aber falsch. Im Gegenteil: Brian Eno findet weder den Brexit, noch Donald Trump gut.

Die falsche Lesart hat den Briten nun dazu bewegt, das alles in einem sehr ausführlichen Facebook-Post klarzustellen.

https://www.facebook.com/brianenomusic/posts/1570528932961292

Brian Eno: Trump ist ein „komplettes Desaster“

Er schreibt dort: „Jeder, der meine Ansichten kennt, weiß, dass das nicht stimmt. Deshalb möchte ich das komplett klarstellen. Ich denke, dass Donald Trump ein komplettes Desaster ist. Der Brexit ist ebenfalls eine Katastrophe.“

Weiter schreibt er: „Das ganze System muss sich ändern. Nicht nur zwei Menschen, die an der Spitze von einer Regierung stehen. Unser politischer und sozialer Prozess muss sich von Grund auf verändern.“

Brian Eno stellt deutlich heraus, was er wirklich über Donald Trump denkt: „Ich hoffe, (…), dass Donald Trump sich so zeigen wird, wie er wirklich ist. Und das die Öffentlichkeit ihn – und alles wofür er steht – dafür zurückweisen wird. Für seine fürchterliche Politik, seinen Hurra-Patriotismus, seine Arroganz, sein kindliches Benehmen, seine Lügen, seine Vorurteile und seine Beschränktheit.“

Brian Eno: Lasst uns das System reparieren

An seiner Grundaussage hält Brian Eno auch im Facebook-Post fest. Er erklärt sie aber ausführlicher: „Trumps Präsidentschaft kann etwas ändern. Nicht, weil er irgendetwas richtig machen wird, sondern weil seine Präsidentschaft dazu führt, dass die Menschen zu Verstand kommen. Dass sie merken, dass ihr politisches System vollkommen zerbrochen ist und dass es an der Zeit ist, etwas dagegen zu unternehmen. Die Demonstrationen in der vergangene Woche haben diese neue Stimmung gezeigt.“

Am Ende des Posts ruft er zum Umdenken und zum Protest auf: „Sicher wäre es besser, wenn es gar nicht erst soweit gekommen wäre. Mein Gefühl sagt mir, dass eine Präsidenten Clinton (oder sogar eine „Bleiben“-Wahl in Großbritannien) zwar auf kurze Sicht komfortabler gewesen wäre. Langfristig hätte das aber an den grundsätzlichen politischen Problemen, die wir in beiden Ländern haben, nichts geändert. Trump hat ohne Zweifel bewiesen, dass das System kaputt ist. Deshalb: Lasst es uns reparieren.“


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