Brian May: Ärzte und Pflegepersonal stirbt – britische Regierung sei schuld


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Brian May nimmt regelmäßig Bezug auf die Coronakrise: Nun äußerte sich der Queen-Gitarrist zu den ansteigenden Todesfällen von britischen Ärzten und Krankenschwestern – und macht das von der Regierung jahrelang unterfinanzierte Gesundheitssystem dafür verantwortlich.

Als eine „nationale Tragödie und Schande“ bezeichnete May in einem neuen Interview das vermehrte Sterben von britischen Gesundheitspersonal. Wie es dazu kommen konnte, sei für den Gitarristen allerdings leicht zu erklären. So sagte er gegenüber Sky News, dass das britische Gesundheitssystem finanziell jahrelang vernachlässigt worden wäre, und dass es nun jene sind, die an der medizinischen Front gegen COVID-19 kämpfen, die sich in Gefahr brächten: Leider wurde der NHS („National Health Service“) viele Jahre lang heruntergewirtschaftet. Das ist jetzt der Preis, den wir zahlen. Das Leben dieser wunderbaren Menschen, die sich jeden Tag aufs Neue in Gefahr bringen.“ Trotzdem sei sein Bedauern groß: „Ich wünschte mir nur, wir hätten uns besser um sie gekümmert. Ich wünschte, sie wären besser ausgerüstet gewesen und hätten eine angemessene PSA (persönliche Schutzausrüstung) gehabt.“

Brian May: „Uns gebührt ewige Schande“

Es ist nicht das erste Mal, dass May sich gegen die fehlende Unterstützung, die den NHS-Mitarbeitern bisher zu Teil wurde, ausspricht. Schon vergangene Woche hatte er sich in einem anderen Interview zu dem Mangel an Lieferungen von Schutzausrüstungen während der Coronavirus-Krise geäußert: „Ich schäme mich dafür, dass unser Land so schlecht vorbereitet war, und dass man die Menschen ohne angemessenen Schutz an die Front geschickt hat. Uns gebührt ewige Schande dafür, dass wir nicht gut und früh genug vorbereitet waren“. Trotzdem hofft May darauf, dass die Krise vielleicht auch zu etwas Gutem führt: „Gott sei Dank sind wir aufgewacht, und wir können dem Pflegepersonal nun die richtige Unterstützung geben, die sie brauchen. (…) Und ich hoffe, dass sie am Ende des Tages zumindest einen anständigen Lohn bekommen.“