Spezial-Abo
Aus dem Off (14)

Corona-Tagebuchnotizen von Arne Willander: Living In A Ghost Town


Nun aber geht er nirgendwohin und ist ganz allein: „So much time to lose/ Just staring at my phone.“ Nach diesem herzzerreißenden Bild kommt der Sänger zur eigentlichen Sache. „Every night I’m dreaming/ That you’ll come and creep in my bed.“ Prediger predigten, Politiker verhandelten, Diebe stahlen – aber der Erzähler ahnte immer, dass alles zusammenbrechen würde. Und nun ist Ausnahmezustand, niemand ist in seinem Bett: „You can look for me/ But I can’t be found.“

Das Lied endet mit majestätischer Larmoyanz. „We were so beautiful/ I was your man about town/ Living in this ghost town/ Ain’t having any fun/ If I want a party/ It‘s a party of one.“ Hat man je ein traurigeres Poem gehört?

Als Antidot hörte ich sofort „Just Another Night“ von Jaggers Platte „She’s The Boss“ aus dem Jahr 1985: „I was lonely till I saw you at the station/ Give me just another night/ Cause I‘m freezing in this hundred dollar hotel room.“ Die Trommeln, die Trompeten und Saxofone, die einst die Luft erfüllten, sind also Metaphern!



Rolling Stones dominieren Rock-Charts mit „Living in a Ghost Town“

Am 24. April veröffentlichten die Rolling Stones ihre neue Single „Living in a Ghost Town“, die erste Eigenkomposition seit acht Jahren. Das Lied wurde sofort zu einem Hit. Nur einen Tag nach seinem Release landete es bereits auf Platz eins der deutschen iTunes-Charts. Auch Wochen später scheint der Song, der sich mit der derzeitigen Coronakrise befasst, nicht an Beliebtheit abzunehmen. Am 09. Mai kletterte der Song von Platz drei auf Platz eins der amerikanischen „Rock Digital Song Sales“-Charts – eine Premiere für die Rolling Stones. Die Platzierung kommt jedoch nicht von ungefähr. Wie Nielsen Music/MRC Data berichten, sei „Living in a…
Weiterlesen
Zur Startseite