Report: D4vd-Fall offiziell als Mordermittlung eingestuft
Gerichtsakten belegen: LAPD stuft D4vd-Fall als Mord ein. ROLLING STONE liegt Durchsuchungsbefehl vor. Rechtsmediziner kritisiert Versiegelung.
Ein Mordermittler der Los Angeles Police Department hat in einer neuen Gerichtsakte offenbar enthüllt, dass die Untersuchung zum Tod der 14-jährigen Celeste Rivas Hernandez im Kofferraum von Sänger D4vds Tesla ein Mordverfahren ist.
Detective Joshua Byers von der LAPD bezeichnete den Fall als „investigation into murder“, als er einen Gerichtsbeschluss beantragte, der die Veröffentlichung von Rivas‘ Autopsie-Ergebnissen verhindern sollte. Das berichtet die „Los Angeles Times“ unter Berufung auf eine am Freitag eingereichte und inzwischen versiegelte Erklärung. Byers argumentierte, die öffentliche Freigabe von Details zu Rivas‘ Tod könne die Mordermittlung gefährden und müsse geschützt werden.
Der Richter gab dem Antrag letztlich statt. Er ordnete die Versiegelung der Untersuchungsergebnisse des Los Angeles County Medical Examiner an, wie das Büro des Rechtsmediziners am Montag in einer Erklärung bestätigte. Die LAPD hatte zuvor mitgeteilt, sie warte auf eine offizielle Feststellung der Todesursache. In der Zwischenzeit bleibe „unklar, ob es über die Verschleierung ihres Körpers hinaus strafrechtliche Verantwortung gibt“.
D4vd gilt laut Quellen als Verdächtiger
Vergangene Woche berichteten Quellen gegenüber NBC News und ABC7, dass D4vd nun als Verdächtiger im Tod von Rivas gilt. Der Musiker, geboren als David Anthony Burke, befand sich auf nationaler Tour außerhalb des Bundesstaates, als sein verbeulter Tesla Model Y von 2023 aus der wohlhabenden Bird Streets-Gegend in den Hollywood Hills abgeschleppt wurde. Das geschah am 5. September. Der Abschlepphof rief die Polizei an. Und meldete, das beschlagnahmte Fahrzeug „verströme einen üblen Geruch und ziehe Fliegen an“, wie aus einem von ROLLING STONE eingesehenen Durchsuchungsbefehl hervorgeht. Quellen aus der Nachbarschaft, in der der Tesla zuletzt geparkt war, berichteten ROLLING STONE, die Limousine habe mindestens drei Wochen an ihrem finalen Standort in der Bluebird Avenue gestanden, bevor sie abgeschleppt wurde.
Zwei Monate lang hielten sich die Ermittler mit Informationen zu ihrer Untersuchung bedeckt. Was Spekulationen befeuerte. Am Montag unternahm ein LAPD-Vertreter den seltenen Schritt, sich öffentlich zu Wort zu melden und Berichte zu dementieren, die am Wochenende auf TMZ.com veröffentlicht worden waren.
„Sie berichten, dass Celestes Körper gefroren war, als er entdeckt wurde, was nicht stimmt“, sagte Scot M. Williams, Captain der Robbery Homicide Division der LAPD, gegenüber KNX News. „Celeste wurde nicht enthauptet“, fügte er hinzu. Er bezeichnete auch diesen Bericht als „faktisch unzutreffend“.
Leiche im Müllsack gefunden
Als die Ermittler am 8. September den Kofferraum öffneten, fanden sie die verwesten Überreste des Mädchens in einem schwarzen Müllsack. Rivas, die einen Tag vor ihrer Entdeckung 15 Jahre alt geworden wäre, wurde später als vermisste Teenagerin aus Lake Elsinore identifiziert, einer Stadt etwa 75 Meilen südöstlich von Los Angeles. Laut Online-Flyern hatten Verwandte Rivas im Februar 2024 als vermisst gemeldet. Zwei Monate später im April 2024 erneut.
In seiner Gerichtserklärung soll Byers laut Bericht gesagt haben, die öffentliche Freigabe von Rivas‘ Autopsie würde „die laufende Ermittlung und deren Integrität sowie die Identität von Zeugen und/oder Informanten, die mit den Strafverfolgungsbehörden kooperieren, und den Inhalt der von ihnen bereitgestellten Informationen offenbaren oder dazu tendieren, diese zu offenbaren, was das Leben von Zeugen gefährden und/oder die Ermittlung kompromittieren könnte“. Der Richter ordnete an, dass Byers‘ Erklärung und der Gerichtsbeschluss selbst „versiegelt und an einem sicheren Ort in der Obhut des Gerichtsschreibers bis zu einer weiteren Anordnung dieses Gerichts aufbewahrt werden“, berichtete die Times.
Rechtsmediziner kritisiert Versiegelungspraxis
Am Wochenende verschwand der Fall Rivas von der Website des Rechtsmediziners. In seiner Erklärung vom Montag teilte das Büro des Medical Examiner mit, es habe den Gerichtsbeschluss am Freitag um 10:54 Uhr erhalten, nachdem dieser „von der Los Angeles Police Department initiiert“ worden sei. Der Beschluss verhänge eine „security hold“ über Rivas‘ Fall. Was bedeute, dass „keine Unterlagen oder Details im Zusammenhang mit dem Fall, einschließlich Todesursache und -art sowie des Medical-Examiner-Berichts, veröffentlicht oder auf der Website gepostet werden können. Bis auf Weiteres“. Der Chief Medical Examiner der Behörde, Dr. Odey Ukpo, machte deutlich, dass er mit der Entscheidung des Richters nicht einverstanden war.
„Die Mission der Behörde ist es, volle Transparenz gegenüber der Gemeinschaft zu haben, indem wir Informationen über unsere Fälle bereitstellen, um Menschen zu befähigen, Veränderungen vorzunehmen, die Leben retten“, sagte Dr. Ukpo in einer vorbereiteten Erklärung. „Seit ich Behördenleiter geworden bin, habe ich daran gearbeitet, die Praxis auszumerzen, security holds auf Medical-Examiner-Fälle einfach auf Anfrage der Strafverfolgung zu setzen. Die Praxis der security holds ist in anderen Countys praktisch unbekannt. Und hat sich nicht als förderlich für bessere Ergebnisse im Rechtssystem erwiesen. Wir sind dem Dienst an unserer Gemeinschaft mit voller Transparenz verpflichtet. Jedoch hindert uns das Gesetz daran, solange der Gerichtsbeschluss in diesem Fall besteht.“
Das Büro des Medical Examiner erklärte, die LAPD habe bereits am 15. September 2025 eine security hold beantragt, „die aufgrund unzureichender Rechtfertigung für die Anordnung abgelehnt wurde“. Die Behörde teilte mit, sie „verstehe das öffentliche Interesse an diesem Fall. Sie bleibe der Transparenz verpflichtet, wo möglich“. „Informationen werden verfügbar gemacht, sobald der Gerichtsbeschluss aufgehoben wird.“
Verbindungen zwischen Rivas und Burke
Rivas‘ Mutter hatte TMZ zuvor erzählt, ihre Tochter habe jemanden namens „David“ gedatet, bevor sie verschwand. Online geteilte Fotos von Leuten, die Burkes Karriere verfolgt haben, scheinen ihn mit einem Mädchen zu zeigen, das Celeste verblüffend ähnlich sieht. In einer weiteren Wendung hatte Celeste ein Tattoo an ihrem rechten Zeigefinger mit dem Text „Shhh…“, wie der Medical Examiner mitteilte. Ein Getty-Images-Foto zeigte Burke mit einem ähnlichen Tattoo.
Burkes Strafverteidiger hat auf mehrere Kommentaranfragen von ROLLING STONE nicht reagiert.