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„Deadpool 3“: Die Aussichten auf einen dritten Film sind düster


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Seit Fox von Disney aufgekauft wurde, ist die Zukunft vieler Erwachsenen-Franchises (darunter auch die „Alien“-Reihe) mehr als ungewiss. Das betrifft auch die erfolgreichen „Deadpool“-Filme mit Ryan Reynolds, die zusammen über 1,4 Milliarden US-Dollar weltweit an den Kinokassen eingespielt haben. Die Figur ist zwar äußerst beliebt, allerdings sind die Filme auch übertrieben brutal und die Witze oftmals unter der Gürtellinie. Und das passt eben so gar nicht in das sonst eher familienfreundliche Bild von Disney.

Ryan Reynolds war zwar schon vor einigen Monaten zu Besuch bei Marvel, doch die damals geführten Gespräche waren offenbar nicht fruchtbar, denn konkrete Infos zu „Deadpool 3“ gibt es nicht. Und auch Rob Liefeld, der Schöpfer de Figur, glaubt nicht mehr daran, dass es einen dritten Film noch geben wird.

Wenig Optimismus

Im Gespräch mit „Collider“ zeigt sich Liefeld nur wenig optimistisch, was die filmische Zukunft von „Deadpool“ angeht:

„Es gibt vielleicht keinen weiteren Deadpool-Film, aber ich bin okay damit. Denn ich hatte zwei wunderbare Erlebnisse, zwei Filme, auf die ich besonders stolz bin. Ich liebe es, alle in diesen Filmen zu kennen. Ich liebe Ryan Reynolds, Josh Brolin, Zazie Beets, David Leitch, Tim Miller. Einfach alle. Die Arbeit, die sie geleistet haben, war fantastisch, diese Filme sind zeitlos. Aber in der Welt, in der wir leben, gibt es keine Garantien. Und es braucht eine Menge, um Filme zu machen. In der Zeit nach der Corona-Quarantäne ist das einfach nur seltsam.“

Rob Liefeld liebäugelt allerdings auch mit dem Gedanken Cable (im zweiten Film gespielt von Josh Brolin) seinen eigenen Film zu geben:

„Cable sollte seine eigene Film-Serie bekommen. Er kann unabhängig von Deadpool existieren, er hat das schon seit Jahren. Wenn Deadpool in 330 Comics war, so kam Cable in ungefähr 520 vor. Jepp, ich habe gezählt. Bei den Dreharbeiten zu Deadpool 2 lernte ich Josh Brolin besser kennen. Und er war sehr angetan von der Idee, Cable in den Fortsetzungen näher zu erforschen.“

Auch „Deadpool“-Serie liegt auf Eis

Neben den Realfilmen sollte es auch noch eine animierte „Deadpool“-Serie geben, die auf dem amerikanischen Sender FXX erschienen wäre. Donald Glover war als Showrunner angedacht, doch aufgrund von kreativen Differenzen entschied sich FXX schließlich dafür, die Serie nicht weiter zu verfolgen. Die Zukunft von „Deadpool“ sieht düster aus.


Disney warnt jetzt vor Rassismus in den eigenen Filmen

Filme wie „Peter Pan“, „Dumbo“ oder „Aladdin“ versieht Disney abs sofort auf seiner Streaming-Plattform Disney+ mit einem 12-sekündigen Vorspann, der die Zuschauer vor rassistischen Stereotypen warnt. In dem Clip führt Disney aus, dass die gezeigten Stereotypen falsch waren und sind, sie die rassistische Szenen aber nicht herausschneiden wollen. Sie wollen ihren schmerzhaften Wirkung anerkennen und aus ihr lernen – eine Diskussion entfachen, um eine Zukunft ohne solche falschen Werte zu schaffen. Es ist nicht das erste Mal, dass Disney mit der Ausstrahlung alter Kassenschlager rang. Im vorherigen Jahr versah das Unternehmen bereits mehrere Filme mit Hinweisen auf überholte Gesellschaftsvorstellungen, teilweise…
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