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Die besten Alben aller Zeiten: The Beatles – „Rubber Soul“

In der Tat: Die einstigen Moptops entwickelten sich in einem außergewöhnlichen Tempo. „Drive My Car“ ist eine überzeichnete Charakterstudie, wie man sie im bisherigen Repertoire nicht finden konnte. Wichtiger aber ist der Dylan Einfluss, der sich durch das ganze Album zieht und für den sarkastischen Tonfall von Songs wie „Norwegian Wood“, „I’m Looking Through You“, „You Won’t See Me“ und „If I Needed Someone“ verantwortlich war.

Dylan bedankte sich im folgen den Jahr für das Kompliment, als er seine Version von „Norwegian Wood“ – „4th Time Around“ betitelt – auf „Blonde On Blonde“ veröffentlichte und damit offen- sichtlich paranoide Zustände bei Lennon auslöste. Lennons „Nowhere Man“, das er später selbst als depressives Selbstporträt bezeichnete, und das wunderbar nos talgische „In My Life“ spiegeln beide das ernsthaftere, erwachsenere Songwriting wider, das Dylan plötzlich möglich gemacht hatte.

George Harrisons Sitar auf „Norwegian Wood“ – das erste Mal, das eine Sitar in einem Popsong eingesetzt wurde – und McCartneys Fuzz-Bass auf „Think For Yourself“ dokumentieren die neu gewonnene Erkenntnis, dass ein Studio mehr sein kann als nur der Zwischenstopp auf endlosen Tourneen. Harrison nannte „Rubber Soul“ später „das beste Album, das wir bis dahin gemacht hatten, weil wir plötzlich Klänge hörten, die wir früher nicht hören konnten“. Warum die Band plötzlich in der Lage war, diese neuen Klänge wahrzunehmen – nun, auch das war ein Zeichen der Zeit.

Kooperation

„Auf ,Rubber Soul“ wurde viel experimentiert“, sagte Ringo Starr, „nicht zuletzt unter dem Einfluss gewisser Substanzen.“

Die 500 besten Alben aller Zeiten – die komplette Liste:


Hat Paul McCartney wirklich Gott gesehen?

Dass die Musik der Beatles schwer von psychedelischen Drogen beeinflusst war, ist bekannt. Insbesondere die „Magical Mystery Tour“ ist ein mit kunterbunten Eindrücken gefülltes Epos. Was für starke Substanzen die Fab Four genommen haben, hat Paul McCartney in einem Interview angedeutet – wobei der Künstler als derjenige gilt, der von den vier Mitgliedern noch den moderatesten Drogenumgang hatte. Im Gespräch mit der britischen „Times“ über Spiritualität erinnerte sich der 76-Jährige an eine Erfahrung mit dem Stoff Dimethyltryptamin (DMT), den er zusammen mit den Galeristen Robert Fraser genommen hatte. Die Droge war in den 60ern als LSD-Alternative beliebt geworden. „Wir waren…
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