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Die besten Jazz-Alben aller Zeiten: Miles Davis – „Kind of Blue“

Den Jazz-Einstieg für jedermann gibt es nicht. Post-Punk-Fans mag Monks kratzbürstiger Tastensinn reizen, und für Grindcore-Sozialisierte gibt es schließlich Brötzmanns „Machine Gun“.

„Kind of Blue“ kriegt uns alle

Für Miles spielten die meisten Hardbopper damals zu viel, zu lang und zu schnell. Seine Lösung: modales Spiel statt Akkordhektik, Midtempo, viel Luft zwischen den Noten.

Zu den Sessions brachte er nur einige Skizzen, doch die Wahl des Ensembles war eine kompositorische Glanzleistung. Cannonballs Blues trifft auf Tranes waghalsige Läufe, Bill Evans setzt impressionistische Akzente, und Miles’ Trompete hält die Zügel fest. Heute verblüfft, wie aufgeräumt und unbeschwert vom historischen Gewicht dieses Giganten-Sextett miteinander swingt. Für Drummer Jimmy Cobb war es „just another date“.


New-Orleans-Jazzlegende Ellis Marsalis Jr. an den Folgen des Coronavirus gestorben

New Orleans und die Marsalis-Jazzdynastie trauern um ihren Patriarchen: Der Jazzpianist Ellis Marsalis Jr. ist im Alter von 85 Jahren an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Marsalis wurde am 28. März 2020 ins Krankenhaus eingeliefert, am 1. April verstarb er an den Komplikationen der Infektion. Das berichtet unter anderem das US-amerikanische Magazin „Billboard“. Statement von Sohn Wynton Marsalis Marsalis war das Oberhaupt einer berühmten Musikerfamilie: Vier seiner sechs Söhne traten in seine Fußstapfen und wurden Jazzmusiker. Besonders zwei seiner Kinder feiern große Erfolge: Wynton Marsalis gilt als einer der einflussreichsten Jazztrompeter unserer Zeit, Branford Marsalis ist ein…
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