Duran-Duran-Sänger Simon Le Bon bestreitet Vorwurf der sexuellen Belästigung

Seit vergangenen Herbst gehen immer mehr Frauen, auch immer mehr Männer, an die Öffentlichkeit, um über ihre Erfahrungen mit sexueller Belästigung zu berichten.

Auslöser der #MeToo-Debatte war der Fall des Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein, der jahrzehntelang viele Schauspielerinnen sexuell belästigt und sein Machtverhältnis ausgenutzt haben soll. Immer wieder werden neue Geschichten sowohl des angeblichen körperlichen als auch emotionalen Missbrauchs öffentlich, die Liste wird immer länger.

Nun muss sich auch Simon Le Bon, Sänger von Duran Duran, einer Anschuldigung stellen.

Le Bons Missbrauch soll auf 1995 datieren

Ein ehemaliger Fan Namens Shereen Hariri hat den Musiker öffentlich auf Facebook beschuldigt, sie im Jahre 1995 sexuell belästigt zu haben. Le Bon soll sie während einer Autogrammstunde in einem Plattenladen in Los Angeles mehrmals an den Hintern gegriffen und „massiert“ haben, wobei seine Hände „tiefer in Richtung meiner Genitalien wanderten“. Die Frau hat den Post mit den Beschuldigungen inzwischen entfernt, verweist auf Twitter aber weiterhin auf ihre „eigene #MeToo-Geschichte“.

Über ihren Anwalt verbreitete die 47-jährige eine Mitteilung, in welcher sie erklärt, keine rechtlichen Schritte gegen Le Bon vornehmen zu wollen und auf keinen Schadensersatz aus zu sein. Sie wolle bloß eine öffentliche Entschuldigung.

Simon Le Bon verteidigt sich

Le Bon nutzte wie Hariri den digitalen Weg für ein Statement: Über die Duran-Duran-Facebookseite veröffentlichte der Musiker eine kurze Stellungnahme. Der 59-Jährige bezeichnete die Vorwürfe als „schlicht unwahr“.

„Das Benehmen, das Frau Hariri mir vorwirft, wäre für mich damals genauso inakzeptabel und unmöglich gewesen wie es auch heute ist,“ erklärte Le Bon weiter. Hariri sei mit ihm in Kontakt getreten, bevor sie an die Öffentlichkeit ging, doch ignorierte sie seinen Vorschlag, sich persönlich zu treffen und über die Vorwürfe zu reden.“

„Ich kann mich nicht für etwas entschuldigen, was ich nicht getan habe“

Viele Fans stellten sich auf die Seite des Sängers. Eine Assistentin behauptet in einem Kommentar, an der Veranstaltung teilgenommen und nichts mitbekommen zu haben. Ob es nun irgendwelche Konsequenzen für Le Bon oder Hariri außerhalb der medialen Aufarbeitung gibt, ist unklar.


Starke Frauen sind im Film vier Mal so häufig nackt oder leicht bekleidet zu sehen

Das Kino ist immer noch ein Männer-Business. Die überwiegende Anzahl der Blockbuster in den letzten Jahren wurde von Männern gedreht, auch stammen nach wie vor die meisten Drehbücher aus der Feder von Männern. Doch obwohl sich in den letzten Jahren - auch dank der #metoo-Debatte - eine Menge in der Branche getan hat, gibt es auch widersprüchliche Signale auf der Leinwand. Wie eine von der Oscar-Preisträgerin Gina Davis mit initiierte Studie nachweist, sind Schauspielerinnen mit vier Mal so hoher Wahrscheinlichkeit als ihre männlichen Kollegen ganz nackt oder in aufreizender Kleidung im Film zu sehen, wenn sie starke oder einflussreiche Figuren…
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