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Echo mit „Chester BenningFIELD“: Peinlich, peinlicher, Julia Engelmann!

Es könnte die Anspannung gewesen sein – oder einfach die Tatsache, den Namen des Mannes, den sie vortragen sollte, gar nicht gekannt zu haben. Als Julia Engelmann beim Echo die Namen der 2017 verstorbenen Musikerpersönlichkeiten vorlas, leistete sich die die Poetry-Slammerin einen peinlichen Fehler.

Sie sagte „Chester Benningfield“. Dem parallel eingeblendeten Foto nach zu urteilen, meinte Engelmann sicher „Chester Bennington“, den im Juli vergangenen Jahres verstorbenen Linkin-Park-Sänger.

Es war nur einer der vielen Aufreger des diesjährigen Abends bei der Verleihung von Deutschlands größtem Musikpreis. Campino kritisierte die antisemitischen Texte der prämierten Rapper Kollegah und Farid Bang scharf, die konterten auf der Bühne und bezeichneten den Toten-Hosen-Sänger als „stillos und scheinheilig.“

Julia Engelmann jedenfalls kann sich trösten: Sie ist nicht die einzige Sängerin, die sich vor laufender Kamera einen Fauxpas erlaubte. Man denke da nur an Sarah Connors Neuinterpretation der Nationalhymne: „Brüh im Lichte dieses Glückes …“. Hoffmann von Fallersleben hatte ursprünglich gedichtet: „Blüh im Glanze …“


Zum Tod von Meisterregisseur Nicolas Roeg: Im Sog der Leidenschaften

Nicolas Roeg war immer ein Außenseiter des Kinos geblieben. Fast könnte man sagen, dass er diesen Platz ganz bewusst verteidigt hatte vor den (allerdings spärlichen) Versuchen, ihn zum Klassiker des experimentellen Kinos zu erheben. In fast allen seinen Filmen porträtierte er ganz buchstäblich Außerirdische, Verstoßene, dem Höllensumpf der Gesellschaft entflohene Sonderlinge, die dem Ruf der Wildnis auf Gedeih und Verderb verfallen sind und zwanghaft nach ihrer Identität suchen. Natürlich kennt die ganze Welt „Wenn die Gondeln Trauer tragen“ (1973), der im englischen Original so wundervoll wie weltabgewandt „Don’t Look Now“ heißt. Eine inzwischen kultisch verehrte und gespenstische Meditation über den…
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