Xavier Naidoo: Management versucht sich an einer Erklärung der Entschuldigung


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Mit seinem Entschuldigungs-Video hatte Xavier Naidoo vergangene Woche (20. April) das ganze Land ins Staunen versetzt. Sollte der vor Jahren vom Weg abgekommene Musiker nun doch wieder Boden unter den Füßen gefunden haben? Sein Management äußerte sich kürzlich zu den Beweggründen Naidoos und erklärte, der Sinneswandel des Mannheimers hänge mit dem Krieg in der Ukraine zusammen.

Nachdem sich der 50-Jährige auf Instagram in einem dreiminütigen Video für die Verbreitung seiner  Ansichten entschuldigt hatte, entbrannte in den sozialen Medien ein Meinungsstreit: Meint der Sänger, ein Corona-Leugner und bekennender Rassist, es wirklich ernst – oder fehlt es ihm momentan einfach an Einnahmen?

Anstoß zur Selbstreflexion durch den Ukraine-Krieg

„Ich habe mich Theorien, Sichtweisen und teilweise auch Gruppierungen geöffnet, von denen ich mich ohne Wenn und Aber distanziere und lossage“, verkündete Naidoo in dem Video. Er gab zu, sich auf „Irrwegen“ befunden zu haben und „verstörende Äußerungen“ getätigt zu haben. Mithilfe seines Umfelds hätte er es jedoch geschafft, sich selbst zu reflektieren, indem er sich „kritischen Fragen zu Äußerungen von mir in der Vergangenheit“ stellte.

Anlass zu den „kritischen Fragen“ sei unter anderem der russische Krieg gegen die Ukraine gewesen. Naidoos Frau, und damit ein Teil seiner Familie, käme aus der Ukraine, weshalb der Soulsänger von den dortigen Ereignissen „bestürzt und aufgerüttelt“ worden sei. Zuletzt hatte er allerdings noch propagandistische Radiosender aus Russland über Telegram gestreamt.

Weitere Infos gibt es erst, wenn der Krieg vorüber ist

Sein Management bestätigte seine Begründung auf Anfrage von „RTL“: „Ein Beweggrund für die Video-Botschaft war der furchtbare Krieg in der Ukraine, der Xavier Naidoo wie dargelegt auch sehr persönlich betrifft.“ Ein persönliches Statement des Musikers sei aktuell nicht zu erwarten, erklärte das Management außerdem. „Private Hilfsmaßnahmen für Familie, Freunde und andere Hilfsbedürftige aus der Ukraine verlangen aktuell seine ganze Aufmerksamkeit und haben oberste Priorität für ihn“, heißt es. „Weitere Erläuterungen zu den Hintergründen“ gäbe es demnach erst, wenn sich die Lage in der Ukraine beruhigt habe.