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Die Streifenpolizei - der Podcast für Film & Serien vom Rolling Stone & Musikexpress

Fred Durst über Chester Bennington: „Ohne ihn hätte es dieses Genre so nie gegeben“

Limp Bizkit und Linkin Park verband eine besondere Beziehung. Beide Bands prägten eine Generation. Sie sorgten für die musikalische Sozialisation derselben Generation. Nach dem Tod von Chester Bennington in der vergangenen Woche (20.07.) hat Fred Durst, der Sänger von Limp Bizkit, nun voll des Lobes in einem Interview mit „Variety“ über Chester Bennington gesprochen.

„Jedem, mit dem er sprach, gab er das Gefühl, gehört und verstanden zu werden. Und wichtig zu sein“, sagt Durst. „Seine Aura und sein Geist waren ansteckend und gaben Kraft (…) Wenn es ihn, seine Stimme und seine Worte nicht gegeben hätte, dann hätte dieses Genre nie die Massen erreicht und so viele Leben beeinflusst.“

Fred Durst erzählt außerdem, wie er beobachten konnte, wie sich das Publikum bei der ersten Europatournee von Linkin Park in Benningtons fragile, von Selbstzweifeln zerrissene Stimme verliebte. Limp Bizkit hatten Linkin Park, die damals noch am Anfang ihrer Karriere standen, zu dieser Tournee mitgenommen.

Kooperation

Champus-Dusche für Chester Bennington

„Als sie spielten, dachte ich mir: ‚Chesters Stimme haut diese Kids um!’ Es war ein großartiger Moment – und ich bin glücklich, dass ich ihn erleben durfte.“ Zur Belohnung bekam Chester nach dem Konzert eine Champagner-Dusche im Backstage-Bereich verabreicht – von Durst und seinem Gitarristen Wes Borland.

Der Sänger von Limp Bizkit beschreibt seinen Kollegen als einen selbstlosen Freund, der trotz großer eigener Probleme immer für andere Menschen da war: „Ich möchte ihn umarmen und ihm sagen, dass wir alle Schmerz fühlen. Jeder geht damit anders um. (…) Ich werde diese Umarmung und diesen Moment nicht bekommen – und das macht mich sehr traurig.“

Chester Bennington verstarb am vergangenen Donnerstag (20.07.) im Alter von 41 Jahren. Die Nordamerika-Tour der Band wurde abgesagt.

So trauert die Musikwelt

Seine Bandkollegen Mike Shinoda, Brad Delson, David Farell, Joe Hahn und Rob Bourdon haben unter chester.linkinmpark.com eine Webseite eingerichtet, auf der Social-Media-Posts von trauernden Fans einlaufen. Linkin Park posteten außerdem einen herzzerreißenden Abschiedsbrief auf Facebook. Maik Shinoda lud ein Bild auf Instagram hoch und erinnerte sich an die Anfänge von Linkin Park.

Andere Musiker wie Gavin Rossdale und das DJ-Duo Showtek zollten dem verstorbenen Chester Bennington bei Konzerten Tribut. Der Song „In The End“ entwickelte sich zu einer Art Trauerhymne.

Mike Shinoda postet im Gedenken an Chester Bennington das früheste Band-Foto


Linkin Park: Mike Shinoda auf Solo-Tour 2019: Tickets, Termine, Vorverkauf

Mike Shinoda kommt erneut nach Deutschland: In insgesamt sieben deutschen Städten stellt das Linkin-Park-Mitglied sein Soloalbum „Post Traumatic“ vor, das im Juni 2018 erschien. Nach zwei Auftritten in diesem Jahr in Deutschland wird seine Tour nun fortgesetzt. Die neuen Songs sind eine Auseinandersetzung mit dem Tod von Freund, Kollege und Linkin-Park-Sänger Chester Bennington. Der Veranstalter bezeichnet die Konzerte sowie die Platte als „sehr persönliche Abrechnung mit dem Konzept Trauer.“ Mike Shinoda, Co-Frontmann, Co-Produzent, Co-Writer und engster Freund von Bennington, hatte zuletzt überlegt, die Musik an den Nagel zu hängen. Aber Musik, erkannte er, bleibt für ihn die beste Therapie. Mike Shinoda…
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