Highlight: Diese 5 Videospielverfilmungen muss man gesehen haben

Game Over: Das sind die schlechtesten Videospielverfilmungen aller Zeiten

Zugegeben, Videospielverfilmungen haben es nicht so leicht bei Zuschauern. Schließlich gibt es Fans des Originals, die ihre eigene Erwartungshaltung haben. Und wenn ein Stoff für ein anderes Medium gedacht ist, dann kann man sich bei einer lieblosen Umsetzung natürlich die Frage stellen, warum? Bei diesen fünf Adaptionen leiden Filmfans und Gamer gleichermaßen.

Super Mario Bros.

Es ergibt Sinn, als erste Videospielverfilmung im Jahr 1993 das weltweit beliebte Jump-’n‘-Run Abenteuer „Super Mario Bros.“ auszuwählen. Allerdings kommen die Filmemacher mit dem simplen Plot des Spiels nicht zurecht und erzählen eine irrwitzige Story. So wird Mushroom City, zu einer dystopischen Großstadt, in der alle Bewohner von Dinosauriern abstammen. Prinzessin Peach wird aus unbekannten Gründen zu Prinzessin Daisy. Die junge Frau besitzt einen Meteoritenstein, den der Tyrann Koopa/Bowser (Dennis Hooper) benötigt, um die Welt der Menschen mit der Parallelwelt zu verbinden. Die Brüder und Installateure Mario (Bob Hoskins) und Luigi (John Leguizamo) sollen sie natürlich beschützen. Ein großer Minuspunkt ist, wie der Film geliebte Charaktere verändert. Besonders tragisch sind die Gumbas. Die bösen Pilze werden nämlich zu menschengroßen Echsen mit Minikopf.

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Double Dragon

Los Angeles im Jahr 2007 aus der Vision von „Double Dragon“ sieht völlig verrückt aus. Nach einem riesigen Erdbeben ist nichts mehr übrig vom Hollywood-Boulevard: überall Zäune, Wasser und eingestürzte Straßen. Tagsüber ein Polizeistaat und nachts Sammelbecken für Gangs mit Irokesenschnitt und waschechten Mutanten. Inmitten dieser chaotischen Zustände wird die Geschichte der Teenager-Brüder Billy (Scott Wolf) und Jimmy (Mark Dacascos) erzählt. Sie besitzen ein altes chinesisches Amulett mit magischen Kräften, was aber in zwei Hälften geteilt wurde. Der blondierte Superschurke Shuko (Robert Patrick) hat das Gegenstück und will die Macht des Amuletts entfachen, deshalb ist er hinter den Jungs her.

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„Double Dragon“ ist ein Over-the-Top-Spektakel: Kostüme in Discounter-Ästhetik, Slapstick-Faustkämpfe und Fremdscham-Dialoge. Der Film hat auch Spannendes zu bieten, wie der Einsatz der coolen Erfindung des „Dragon Wagon“. Das getunte Auto der Lee-Brüder braucht nur Abfall, um zu fahren. Trotzdem war der Film ein völliges Desaster an Kinokassen und konnte nur 2,3 Millionen einspielen, wobei der Film selbst 7,8 Millionen gekostet hat. Autsch.

Wing Commander

Weltraum – unendliche Weiten und unendlich viele Möglichkeiten, zu versagen. Das könnte das Motto des Films mit 90er-Jahre-Stars Freddie Prinze Jr. und Matthew Lillard sein. Die Verfilmung des von Fans heiß geliebten Weltraum-Flugsimulationsspiels mit Mark Hamill (Luke Skywalker) als Stimme der Hauptfigur, tappt in große Fettnäpfchen. Die Story: Im Jahr 2654 befinden sich Menschen im Krieg mit dem außerirdischen Volk Kilrathi. Bei einem Angriff können die Kilrathi ein Navigationsgerät erbeuten, mit denen sie die Koordinaten zur Erde bekommen. Aus Angst vor einer Invasion wollen die Menschen das Raumschiff „Tiger Claw“ auf eine Rettungsmission schicken.

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Obwohl der Film seinen Zuschauern geballte Action verspricht, bleiben die emotionalen, aber kaum glaubhaften Dialoge zwischen Maverick (Freddie Prince Jr.) und der Besatzung im Kopf. Aber damit nicht genug, denn die Filmcrew scheint sich nicht mit den Gegebenheiten im All beschäftigt zu haben. So soll die Besatzung flüstern, als ihr Feind per Raumschiff im Anmarsch ist. Seit wann gibt es Schall im Weltraum? Ebenso enttäuschend ist die Darstellung der Kilrathi. Sie sind der große Gegenspieler, tauchen aber erst zum Ende des Films sichtbar für Zuschauer auf. Dabei haben sie nichts von den Eigenschaften der Löwenaliens aus dem Spiel, weil sie eher wie haarlose Hauskatzen aussehen.

Far Cry

„Far Cry“ ist ein Film des deutschen Regisseurs Uwe Boll. Er ist verantwortlich für eine Vielzahl schlechter Videospielverfilmungen, wie „House of the Dead“, „Schwerter des Königs“ und „BloodRayne“. Auch „Far Cry“ reiht sich hier ein. Der Film aus 2008 dreht sich um den dauerbetrunkenen Ex-Soldaten Jack Carver (gespielt von Till Schweiger), der eine Journalistin mit seinem Boot auf eine vom Militär gesperrte Insel bringen soll. Als er dort landet, trifft er auf den mysteriösen Dr. Krieger (Udo Kier), der in einer Station mutierte Super-Soldaten heranzüchtet.

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Wie im Spiel konzentriert sich die Filmversion auf Dauer-Action. Viel Geballer und ein paar coole Stunts. Das überrascht und enttäuscht nicht, schließlich erwartet niemand einen anspruchsvollen Film bei einem Ego-Shooter als Vorlage. Aber die krampfhaften Witze, die nicht lustig sind, tun weh. Auch ist der Titelheld ein eher unliebsamer Charakter, dessen Schicksal ziemlich schnell gleichgültig wird. Obendrein wurde tief in die Klischee-Kiste gegriffen, denn natürlich hört der Deutsche Dr. Krieger am liebsten Wagner, was auch sonst.

D. O. A – Dead or Alive

Das berüchtigte Kampfsport Turnier namens DOA bringt weltweit Kämpfer zusammen. Kein Wunder, schließlich geht es um 10 Millionen Preisgeld. Die japanische Ninja-Prinzessin Kasumi (Devon Aoki) möchte auch teilnehmen. Vor Ort trifft sie auf drei außergewöhnliche Gegnerinnen. Im Laufe der Zeit realisieren die Frauen, das sie am besten zusammenarbeiten, um hinter die dubiosen Machenschaften der Organisatoren zu blicken.

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Ein Film über Martial-Art-Kämpfe mit weiblichen Protagonisten, das klingt in der Theorie nicht schlecht. Der Action-Film aus 2006 basiert auf der gleichnamigen Game-Serie, die vor allem durch die leicht bekleideten Kämpferinnen bekannt wurde. Und diese Tatsache versucht der Film zu unterstreichen. „Dead or Alive“ besteht zu 99 Prozent aus Nahaufnahmen vom weiblichen Körper. Diese Szenen werden vor allem eingesetzt, wenn die Story keinen Sinn ergibt. Leider passiert das sehr oft, deshalb bleiben die Kriegerinnen in der Figurendarstellung oberflächlich und auf ihr Aussehen reduziert.

„Dead or Alive“ führt von Beginn an in eine unglaubwürdige Welt, die etliche Male die Regeln der Logik durchbricht. So herrschen dort keine Schwerkraftgesetze, wenn die vier Kämpferinnen, die Wände hochfliegen. Dazu gibt es einen völlig harmlosen Bösewicht, der mit technischen Spielereien, die Fähigkeiten von Kämpfern aufsaugen will. Wie bitte?


ROLLING STONE hat gewählt: Die besten Alben des ersten Halbjahres 2019

Nach mehr als sechs Monaten ist es Zeit, die erste Bilanz zu ziehen: Was taugt der Musikjahrgang 2019? Gibt es ein Meisterwerk, das alle anderen überstrahlt? Welche Newcomer haben sich festgesetzt? Wie schneiden die Stars der Branche mit ihren neuen LPs ab? Die ROLLING-STONE-Redaktion hat wie jedes Jahr abgestimmt und persönliche Favoriten gelistet. Dabei gab es durchaus einige Überraschungen, die auch wir nicht erwartet hätten. Am häufigsten genannt wurde in den Listen nicht Bruce Springsteen oder Bill Callahan (auch wenn er fast die Spitze erklommen hätte), auch nicht Lieblinge der Redaktion wie Robert Forster und John Southworth. Auf Platz eins…
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