Das sind die besten Videospielverfilmungen

Das sind die besten Videospielverfilmungen

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Allgemein betrachtet sind Videospielverfilmungen selten gut. Vorreiter war hier Uwe Boll, der einen schlechten Film nach dem anderen gedreht und sich dabei an beliebten Game-Reihen vergangen hat. Aber zum Glück gibt es auch Ausnahmen und damit teilweise richtig gute oder zumindest unterhaltsame Videospielverfilmungen. ROLLING STONE stellt Ihnen die fünf besten vor.

5. Need For Speed (2014)

Die Rennspielreihe von EA erfreut sich unter Gamern große Beliebtheit. Hier steht das Fahren von schnellen und sündhaft teuren Autos im Vordergrund, die Story ist nebensächlich oder existiert schlicht und ergreifend gar nicht. Hauptsache, man hat Freude am Fahren. Umso erstaunlicher ist es da, dass aus „Need For Speed“ eine mehr als passable Videospielverfilmung geworden ist, die sogar eine mehr oder minder plausible Story hat. Aaron Paul aus „Breaking Bad“ spielt in der Hauptrolle des Tobey Marshall einen ehemaligen Straßen-Racer, der frisch aus dem Gefängnis entlassen wurde. Ein reicher Geschäftsmann hatte ihn betrogen, deshalb musste Marshall hinter Gittern.

Nun ist er wieder frei und sinnt auf Rache. Er will an einem großen Rennen teilnehmen und den Sieg für sich verbuchen. Doch dabei muss er sich auch mit dem Gesetz anlegen und am Ende sind nicht nur die Handlanger des reichen Geschäftsmann hinter ihm her, auch die Polizei hat es auf Tobey Marshall abgesehen.

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Bei einem Budget von geschätzten 66 Millionen US-Dollar spielte „Need For Speed“ weltweit über 200 Millionen US-Dollar ein. Die wahnwitzigen Verfolgungsjagden können ebenso überzeugen wie die Besetzung. Von vielen Kritikern wurde der Film, der selbstverständlich seichte Unterhaltung bietet, jedoch zerrissen. Eine Fortsetzung wurde trotzdem bereits angekündigt und soll in China spielen und auch gedreht werden.

4. Mortal Kombat (1995)

Prügeln, was das Zeug hält oder bis der Controller kaputt ist. So lautet die Devise bei „Mortal Kombat“, DIE brutalste Prügelspiel-Reihe schlechthin (apropos brutal: Hier geht es zu den besten Netflix-Filmen ab 18). Logo, dass hier auch die passende Videospielverfilmung hermusste. Und „Mortal Kombat“ von Regisseur Paul W.S. Anderson ist nicht nur herrlich bescheuert, auch nimmt sich der Film nicht sonderlich ernst.

Obendrauf gibt es aber einen coolen Techno-Soundtrack, der zumindest zur damaligen Zeit voll im Trend lag. Und so mauserte sich „Mortal Kombat“ schnell zum Kassenschlager, dem nicht nur eine schlechte Fortsetzung folgte, sondern auch noch eine TV-Serie.

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Über 122 Millionen US-Dollar konnte der Film auf der ganzen Welt einspielen, mit geschätzten 18 Millionen US-Dollar war das Budget vergleichsweise überschaubar. Gerüchte über einen Reboot der Videospielverfilmung halten sich schön länger, zuletzt gab es 2016 ein neues Lebenszeichen, als bekannt wurde, Simon McQuoid würde angeblich die Regie übernehmen.

3. Hitman (2007)

In der „Hitman“-Spielereihe übernehmen Gamer die Kontrolle von Agent 47, einem kahlköpfigen Auftragskiller, bei dem kreative Morde, die wie ein Unfall aussehen, besonders belohnt werden. Spieler können im Sandbox-Leveldesign ihr Ziel auf unterschiedliche Art und Weise ausschalten und „Hitman“ ganz nach ihren Vorlieben spielen: Zum Beispiel als Rambo, der wild durch die Gegend ballert. Oder aber als lautloser Schatten, was natürlich deutlich mehr Planung abverlangt und eine größere Herausforderung darstellt.

Aufgrund des Erfolgs der Reihe ließ die Videospielverfilmung nicht lange auf sich warten und so kam 2007 „Hitman“ mit Timothy Olyphant in der Hauptrolle ins Kino. Der Film erlaubte sich einige Freiheiten und änderte unter anderem die Ursprungsgeschichte von Agent 47 und auch ist der Film deutlich bleihaltiger als es den meisten Spielern lieb sein dürfte. Trotzdem konnte „Hitman“ auf vielen Ebenen überzeugen und die Tatsache, dass der Film keine zwei Stunden lang ist, kommt ihm ebenfalls zugute.

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International konnte „Hitman“ fast 100 Millionen US-Dollar einspielen, das Budget soll Schätzungen zufolge 24 Millionen betragen haben. Eine Fortsetzung war lange im Gespräch, doch 2013 entschied sich Filmstudio 20th Century Fox, den Weg eines Reboots einzuschlagen. Paul Walker sollte die Hauptrolle übernehmen. Durch seinen tragischen Tod ging der Part von Agent 47 dann aber an Rupert Friend aus der TV-Serie „Homeland“. 2015 kam „Hitman: Agent 47“ dann ins Kino und floppte auf ganzer Länge.

2. Resident Evil (2002)

Survival-Horror nennt sich das Genre, welches „Resident Evil“ maßgeblich prägte. Das in Japan als „Biohazard“ bekannte Spiel lernte 1996 Gamern weltweit das Fürchten und sorgte für viele schlaflose Nächte. Als Mitglied der Spezialeinheit S.T.A.R.S. durchsucht man die Wälder der fiktiven Stadt Raccoon City nach den verschollenen Kollegen des Bravo-Teams. Als die Gruppe von wildgewordenen Hunden angefallen wird, kann sie in ein scheinbar verlassenes Herrenhaus fliehen. Doch da lauert schon direkt der nächste Terror. Der Spieler muss gegen Zombies kämpfen, Rätsel lösen und – noch viel wichtiger – sich vor Angst nicht in die Hosen machen.

2002 kam dann die gleichnamige Videospielverfilmung „Resident Evil“ ins Kino und der Film erzählt die lose Vorgeschichte zum ersten Spiel (dass diese im gleichen Jahr mit dem Spiel „Resident Evil Zero“ ebenfalls erzählt wurde, ignorieren wir an dieser Stelle einfach). Milla Jovovich spielt in der Hauptrolle Alice, die an Gedächtnismangel leidet und in einem verlassenen Herrenhaus aufwacht. Als sie den Geheimnissen ihrer Amnesie auf den Grund gehen wird, stürmt eine Spezialeinheit das Anwesen und nimmt sie mit zum „Hive“: Einer unterirdischen Forschungsstation der Umbrella Corporation, bei der es zu einem tragischen Zwischenfall kam.

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Über die späteren Teile der Filmreihe lässt sich sicherlich streiten, der erste Teil hat jedoch die Atmosphäre der frühen Spiele gut eingefangen, nahm sich aber auch viele Freiheiten. Entstanden ist ein grundsolider Film, dessen stilisierter Look gepaart mit dem harten Industrial-Soundtrack von Marilyn Manson ein echter Kassenschlager wurde, der insgesamt (bisher) fünf Fortsetzungen hervorbrachte und als eine der erfolgreichsten Videospielverfilmungen weltweit gilt. Das spiegelte sich auch im weltweiten Einspielergebnis von über 100 Millionen US-Dollar wider. Das Budget betrug geschätzt 33 Millionen.

1. Silent Hill (2006)

Neben „Resident Evil“ war „Silent Hill“ das andere Survival-Horror-Spiel, welches man in den 90er-Jahren unbedingt gespielt haben musste. Der erste Teil kam 1999 raus und als Harry Mason sucht man nach seiner verschollenen Adoptivtochter. Die Suche verschlägt Mason in die schaurige Kleinstadt Silent Hill. Hier will ein Kult ein Ritual durchführen, um eine Gottheit wiederzubeleben.

In der namensgleichen Videospielverfilmung aus dem Jahr 2006 dreht sich alles um die Mutter Rose, dessen Adoptivtochter Sharon schlafwandelt und immer wieder vom Ort Silent Hill in ihren Träumen erzählt. Rose beschließt daraufhin, mit ihrer Sharon nach Silent Hill zu reisen, um die Vergangenheit ihrer Tochter aufzudecken. Doch die beiden werden in einen Autounfall verwickelt und als Rose aufwacht, ist Sharon weg und sie muss sich zu Fuß ihren Weg durch Silent Hill auf der Suche nach Antworten und Sharon bahnen.

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Die Videospielverfilmung „Silent Hill“ überzeugte vor allem durch ihre dichte Atmosphäre, die Optik und das Set-Design. Aber auch die Nähe zur Vorlage fand großen Anklang. Und die Filmmusik bestand fast vollständig aus Stücken von Akira Yamaoka, dem Komponisten der Videospielreihe. Bei einem geschätzten Budget von 50 Millionen US-Dollar konnte „Silent Hill“ weltweit über 100 Millionen US-Dollar einspielen. Eine Fortsetzung kam 2012 ins Kino, konnte aber weder Fans noch Kritiker überzeugen.

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