Harry Styles der „neue King of Pop“ – So reagieren Michael-Jackson-Fans und sein Neffe


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Der britische ROLLING STONE bezeichnete Harry Styles als „neuen King of Pop“ – und holte somit Michael Jackson, der sich einst selbst diesen Titel verlieh, von seinem Thron. Nun äußerten nicht nur Michael Jacksons Fans, sondern auch sein Neffe Taj Jackson Wut gegenüber dem angeblichen „Titel-Missbrauch“.

Der ehemalige One-Direction-Sänger erschien auf dem Titelblatt der neuen Ausgabe der britischen Kollegen von ROLLING STONE UK; der deutsche ROLLING STONE würdigte den 28-Jährigen, wie die ROLLING-STONE-Magazine anderer Länder, mit einem Digital-Cover. Der deutsche ROLLING STONE titelte: „Der Mann, den alle wollen“.

„Harry Styles: Wie der neue King of Pop die Musikwelt in Flammen setzte“, heißt es auf dem UK-Cover der Kollegen zusammen mit einem Foto, auf dem er in einem weißen Pelzmantel zu sehen ist und eine Geburtstagstorte mit brennenden Kerzen in der Hand hält.

Die Diskussionen um den „King of Pop“ spitzen sich zu

Mehrere tausende Fans eröffneten eine Diskussion um das Thema und lösten einen Shitstorm auf Twitter aus. Michael Jacksons Neffe Taj schrieb sichtlich verärgert in einem Re-Tweet: „Es gibt keinen neuen King of Pop. Der Titel @RollingStone gehört nicht dir, und du hast ihn dir nicht verdient, sondern mein Onkel. Jahrzehntelange Hingabe und Aufopferung. Der Titel IST vergeben. Keine Respektlosigkeit gegenüber @Harry_Styles, er ist mega talentiert. Gebt ihm seinen eigenen, einzigartigen Titel“.

Auch Schauspielerin Yvette Nicole Brown meldete sich zu Wort und schrieb unter einem weiteren Re-Tweet des Neffen: „Worte können nicht ausdrücken, wie sehr ich @tajjackson3 liebe! Lass es sie wissen, Freund!“. Als ein Nutzer ihren Beitrag kommentierte und behauptete, dass der Titel nicht im Ruhestand sei, antwortete sie überzeugt: „Der Titel IST im Ruhestand. Sie würden nie versuchen, jemand anderen den ‚King of Rock & Roll‘ zu nennen“, sagte sie und bezog sich dabei auf Elvis Presley.

Eine weitere Twitter-Nutzerin schrieb: „Dieser Titel gehört dem schwarzen Mann, der sich seit seinem fünften Lebensjahr den Arsch aufgerissen hat, der im Alter von 15 Jahren ein Veteran war, der Rassenschranken durchbrochen und die Musikindustrie revolutioniert hat. Michael Jackson ist DER King of Pop JEDER Generation“. Mit dieser Aussage erntete sie tausende von Likes und sprach wohl aus Sicht vieler Fans.

Des Weiteren wurde diskutiert, inwiefern die Titel-Übergabe ethisch vertretbar sei, da die Zeitschrift versuche, einen Schwarzen durch einen Weißen zu ersetzen. Ein Nutzer kommentierte: „EIN WEISSER MANN? THE KING OF POP? Sie lieben es, schwarze Künstler zu missachten, die eine Million Mal härter für ihre Erfolge arbeiten mussten“. Ein anderer ergänzte: „Sie würden das niemals mit Elvis machen und jemanden zum neuen King of Rock & Roll krönen, schon gar nicht einen schwarzen Künstler. Aber bei Michael Jackson machen sie das ständig mit mittelmäßigen weißen Künstlern, während sie so einen Mist machen wie ihn ‚den selbsternannten King of Pop‘ zu nennen“.

Die schwarze Rapperin Chika schreibt „Eine Voraussetzung, um auch nur annähernd als ’neuer King of Pop‘ bezeichnet zu werden, ist es, schwarz zu sein. Denn der derzeitige King of Pop ist schwarz, was bedeutet, dass man mit ihm ‚konkurriert‘. Wenn man keine rassischen Grenzen überschreiten muss, kann man nicht konkurrieren“. Rapper Chuck Inglish sagte außerdem, dass es eine „verdammt aggressive Aktion“ sei, Harry Styles so zu benennen.

Wer ist nun der „King of Pop“?

Und als ob Kommentare in diesem extremen Ausmaß nicht reichen würden, verkündete die Schriftstellerin Tenille Clarke weiterhin auf Twitter, dass Jackson „ein Vermächtnis“ sei und ROLLING STONE bereits im Jahr 2003 den Titel missbraucht habe, als sie Justin Timberlake als den „neuen King of Pop“ bezeichneten.