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Im Video: Kraftklub stellen neuen Song „Dein Lied“ auf Facebook vor

Für gewöhnlich laufen Überraschungskonzerte ungefähr so ab: Eine Band gibt – oft auch unter einem Decknamen – im letzten Moment über Social-Media-Kanäle Ort und Zeit an, wo der Secret Gig stattfinden soll. Fans kommen, Fans rennen die Bude ein, Fans kloppen sich um die letzten Plätze.

Keine Gnade für die Ex

Kraftklub haben es da recht schlau gemacht: Um einen Song ihres neuen Albums vorzustellen, haben auch sie ein Überraschungskonzert auf die Beine gestellt – allerdings ohne Publikum, sondern über Facebook „Live“, und die Setlist beinhaltete tatsächlich: einen Song. Das Stück, welches die Chemnitzer schlicht mit „Dein Lied“ betitelten, steckt voller Wut – offenbar auf eine Ex-Gespielin des Sängers Felix Brummer. Die hat sich, den Lyrics nach zu urteilen, offensichtlich gerne auch mit anderen Menschen durch die Laken gekämpft.

Sie wollte ja immer ein Lied

Mit den Händen in den Taschen der signaturesken roten Bomberjacke steht Brummer beinahe bewegungslos zwischen seinen Bandkollegen und singt – eigentlich ist es mehr eine Mischung aus Singsang und leise gerufenen Vorwürfen: Das Mädel habe sich nun seinen besten Freund gekrallt und damit sein Leben zerstört. Aber schließlich habe die Dame sich ja immer gewünscht, dass Brummer ihr mal einen Song schreibt, und natürlich macht er das dann auch.

Zwischen Schmerz und verletztem Ego

Kurz bevor er den Refrain anstimmt, keimt etwas im Sänger auf: Er verzieht den rechten Mundwinkel zu einem schelmisch-gruseligen Lächeln, wirkt sichtbar von Extase erfüllt – jetzt kommt sein Moment! Noch einmal bittet er seine Ex, die Lautstärke voll aufzudrehen, sich den Song am besten draußen anzuhören, sodass jeder mitbekommt, was Brummer mit Opernsänger-artigen Handbewegungen untermalt, während er nicht nur von seinen Bandkumpanen, sondern auch von einem mindestens 15-köpfigen Streichorchester begleitet wird.

Überzeugend geht anders

„Du verdammte Hure / Das ist Dein Lied / Das kannst Du all Deinen Freunden zeigen“. Im Hintergrund brennt ein überdimensionales „K“ aus Holz. Feuer unter einer Brücke, Streichorchester, tief verletzter Sänger: Man hofft, dass es Satire ist, die die Chemnitzer da betreiben – obgleich sie einen wahnsinnig geringen Unterhaltungsfaktor hätte. Die zweite, noch traurigere Option wäre, dass ein Bald-Dreißiger wirklich glaubt, es würde helfen, eine Ex-Freundin/Affäre/Liebe/Egalwas in aller Ohren als „verdammte Hure“ zu bezeichnen.

Neues Album am 2. Juni

Irgendwie gut, dass Kraftklub hier keinen „echten“ Secret Gig draus gemacht haben – wenigstens kann man Facebook „Live“ auch abschalten.



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