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Impfungen statt Konzerte: Eventim vergibt auch in Dortmund Impftermine


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Nun hat auch die Stadt Dortmund den bekannten Ticket-Service Eventim beauftragt, Impftermine zu vergeben. Die Vergabe ist bislang für das Impfzentrum Phoenix-West vorgesehen. Grund dafür ist Nordrhein Westfalens Entscheidung, dass die Terminvergabe nicht mehr länger von kassenärztlicher Seite betreut werden, sondern auf kommunaler Ebene stattfinden soll.

Die Dortmunder Gesundheits-Dezernentin Birgit Zoerner erklärte diesbezüglich: „Die Abarbeitung einer solchen Aufgabe ist innerhalb einer Verwaltung quasi unmöglich.“

Deshalb kümmert sich die Konzertkarten-Agentur aus Bremen künftig um die Terminvergabe für COVID-19Impfungen. Was dem Dienstleister natürlich zugutekommt, da die Veranstaltungsbranche und damit auch ihr Geschäft unter der akuten Pandemie-Situation leidet und bereits im vergangenen Jahr große Teile ihres Umsatzes wegbrachen. So berichtete „Focus“, dass sich dieser bereits im Zeitraum von Januar bis März 2020 um rund 35 Prozent verringerte.

Der Chief Operating Officer von Eventim, Alexander Ruoff berichtete dazu: „Für uns ist es wichtig, als Unternehmen einen Beitrag zu leisten, dass wir alle aus dieser Krise baldmöglichst wieder herauskommen. Zugleich entwickeln wir uns auch unter schwierigen Bedingungen weiter und suchen dabei nach Marktchancen. Die Organisation von Impfterminen ist so eine Chance.“

Außerdem können sich Unternehmen und Veranstalter*innen vorstellen, Konzertbesuche künftig vorerst nur für Geimpfte möglich zu machen. Eventim hat seine Systeme diesbezüglich bereits so umgestellt, dass Konzertbesucher*innen nach ihrem COVID-19-Impfstatus abgefragt werden könnten. Auch der Ethikrat empfahl Anfang des Monats, dass Konzertbesuche nur für Geimpfte zugänglich sein sollten.

Schleswig Holstein arbeitet bereits mit der Terminvergabe durch Eventim

Der NDR informierte darüber, dass Eventim die Terminvergabe bereits in Schleswig-Holstein übernommen habe. Das Bundesland ist jedoch das erste, das den Weg über den Ticket-Service geht. Die Erfahrung des Gesundheitsministeriums ist jedoch positiv: „Innerhalb von einer Minute waren mehr als 4.000 Termine in Warenkörben reserviert. In der Spitze des Anmeldeverfahrens gab es laut Eventim bis zu 3.225 Klicks pro Sekunde.“

Die Webseite des Ticket-Dienstleisters macht eine Vielzahl an Terminbuchungen gleichzeitig problemlos möglich. Zusätzlich erklärt der Sprecher des Gesundheitsministeriums Schleswig Holsteins, dass Termine auf Wunsch „statt am Wohnort auch am Arbeitsort kreisübergreifend gebucht“ werden können. Auch kann mit dem Ticket-System sichergestellt werden, dass Erst- und Zweittermine für dasselbe, bereits ausgewählte Impfzentrum gebucht werden können.

Dennoch sind die aktuellen Impfzentren in Nordrhein Westfalen für über-80-Jährige und Pflegepersonal voraussichtlich bis Ende April ausgelastet. Termine werden zudem noch von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) vergeben.


Ethikrat empfiehlt: Konzert-Besuche nur für geimpfte Personen!

Seitdem die Möglichkeit zur Corona-Impfung besteht, wünschen sich bereits viele Menschen soziale Aktivitäten wieder herbei. Daran etwa, dass ein Bar-Besuch unter Vorbehalt einer Impfung wieder möglich sein könnte oder aber Festivals, Konzerte und Clubs wieder Anlaufstationen werden. Am Donnerstag (4. Februar) stellte der Ethikrat seine Vorstellungen zum Thema öffentliches Leben mit Impfung in einer Bundespressekonferenz vor. Dieser erörterte, dass eine schrittweise Öffnung im Rahmen des Möglichen sei, wenn Veranstalter nach der Wiedereröffnung von Konzerthallen entschieden, nur geimpften Personen Zugang zu gewährleisten. Jedoch ergänzte Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrates: „Daraus ergibt sich aber keine Impfpflicht durch die Hintertür.“ Ebenso wäre es…
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