Keith Richards über 60 Jahre Rolling Stones: „Es gibt momentan wichtigere Dinge als eine Rolling-Stones-Feier“


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Wie die Musikgeschichte zeigt, kann das Streitpotenzial unter Musikerinnen und Musikern äußerst hoch sein, aber manche Bands schaffen es dann doch immer wieder sich zusammenzuraufen. So auch die Rolling Stones. Nicht mehr lange, und die Rock-Ikonen können ganze 60 Jahre Band-Jubiläum feiern. Welche Pläne die Band für dieses besondere Ereignis schmiedet – darüber sprach der Stones-Gitarrist Keith Richards in einem Interview.

Ein 60-jähriges Band-Jubiläum ist im Hinblick auf die schnelllebige Zeit in der wir leben mittlerweile etwas sehr Besonderes. Ein perfekter Anlass also, um sich selbst und das musikalische Vermächtnis gebührend zu feiern. Doch wie Keith Richards sagt, gehen es die Musiker aktuell eher locker an. Auf die Frage, welche Pläne die Rolling Stones bis zu diesem Meilenstein schmieden, sagte er nüchtern zu „GQ“: „Der Plan ist, dass wir dann alle noch am Leben sind.“

„Ich bin mir aber sicher, dass etwas gemacht wird.“ Weiter sagte er: „Zunächst einmal will ich durch dieses Jahr durchkommen und sehen, wie wir nächstes Jahr damit umgehen. Ich denke, es gibt momentan wichtigere Dinge als eine Rolling-Stones-Feier.“ Der Musiker bestätigte zudem, dass die Corona-Pandemie die Band inmitten der Arbeit an einem neuen Album traf. Doch wirklich viel mehr tun, als auf einen Impfstoff zu warten, können auch die Stones nicht. Keith Richards sprach zudem über seine eigene Sterblichkeit, und zwar so, wie es ein Rockstar nun mal tut: „Jeder Tag ist ein Vergnügen“ aber: „Ich krepiere, wenn ich krepiere, und dann wird es jeder wissen.“


Die besten Songs aller Zeiten: „Paint It Black“ von den Rolling Stones

Brian Jones spielte die gespenstische Sitarmelodie bei der Session zu diesem Klassiker, 1966 in Los Angeles. Bill Wyman steuerte die Klezmer-artige Orgel bei, die Studiolegende Jack Nitzsche das Zigeunerklavier. „Brian hatte die Gitarre damals fast ganz aufgegeben“, erinnerte sich Keith Richards. „Wenn noch irgendein anderes Instrument rumlag, musste er unbedingt was damit anstellen. Das gab dem Sound viele unterschiedliche Texturen.“ Im Text gibt es weniger Abwechslung: „I look inside myself and see my heart is black/I see my red door and it has been painted black…“ Die ganze Welt ist schwarz, und nicht mal Mädchen im Sommerkleidchen können helfen. Diese…
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