Kevin Spacey soll auch den Sohn von Richard Dreyfuss sexuell belästigt haben

Ende Oktober dieses Jahres wurde Kevin Spacey vom Schauspieler Anthony Rapp des sexuellen Missbrauchs beschuldigt. Seitdem haben weitere mutmaßliche Opfer das Schweigen gebrochen – darunter auch mehrere Crew-Mitglieder der Netflix-Serie „House Of Cards“, in der Spacey die Hauptrolle spielt.

Mit Harry Dreyfuss, dem Sohn des Schauspielerkollegen Richard Dreyfuss (u.a. „Der weiße Hai“),  ist nun ein weiteres angebliches Opfer des Hollywood-Stars an die Öffentlichkeit gegangen.

Wie schon Anthony Rapp, erzählte auch Dreyfuss „Buzzfeed“ seine Geschichte. Demnach soll der Übergriff im Jahr 2008 stattgefunden haben, als der Sohn von Richard Dreyfuss („Der weiße Hai“)  gerade volljährig war. Spacey und Dreyfuss drehten gerade einen Film zusammen.

Harry Dreyfuss: „Mein Vater sah nichts“

„Es geschah eines Nachts, als wir drei alleine in Kevins Wohnung waren und die Zeilen meines Vaters übten. Mein Vater sah nichts, und viele Jahre lang habe ich ihm nichts von dem Vorfall erzählt. Stattdessen habe ich die folgenden neun Jahre damit verbracht, Leuten auf Partys die Geschichte zu erzählen, damit sie etwas zum lachen haben“, schreibt Harry Dreyfuss in seiner Gastkolumne.

Weiter bezeichnet Dreyfuss den 58-Jährigen als „sexuelles Raubtier“ und schildert den Vorfall im Detail: „Mein Vater saß auf einem Stuhl am anderen Ende des Raums, während ich mit Kevin auf seiner Couch saß. Er saß sehr nahe bei mir. (…). Nach ein paar Minuten legte er seine Hand auf meinen Oberschenkel.“

 „Kevin Spacey war einer meiner Helden“

Kevin Spacey soll es weiter ausgenutzt haben, dass Richard Dreyfuss in die Lektüre des Drehbuchs vertieft war: „Endlich (endlich, endlich) empfand ich es als komisch. Es dauerte so lange, weil ich nie im Leben daran gedacht hätte, dass Kevin überhaupt an mir Interesse hätte. Er war ein erwachsener Mann, einer meiner Helden, der Boss meines Vaters, Kategorien, die nicht auf meinem Radar für sexuelle Interaktionen sind. Außerdem dachte ich ‚Er kann das doch unmöglich in Anwesenheit meines Vaters machen’. Aber seine Hand blieb dort“, so Dreyfuss weiter.

Anschließend sei er aufgestanden und habe sich woanders hingesetzt, doch Kevin Spacey sei ihm gefolgt. „Innerhalb von 20 Sekunden wanderte seine Hand, Zentimeter für Zentimeter, meinen Oberschenkel nach oben bis zu meinem Schritt. (…) und plötzlich hatte er mich komplett in der Hand.“

Zu seinem Vater habe er nichts gesagt, weil er dachte ihn beschützen zu müssen: „Ich dachte ich müsse jeden beschützen: Die Karriere meines Vaters, Kevin (…), mich selbst, weil ich dachte ich möchte eines Tages mit diesem Mann arbeiten. Kevin zeigte keine Reaktion und ließ seine Hand dort liegen.“  

Spacey will Therapie machen

Weiter erklärt Harry Dreyfuss, dass er dadurch, dass er die Geschichte als Witz erzählt habe, seine Opferrolle für sich minimiert habe und beendet seinen Kommentar mit den Worten: „Ich hoffe, dass meine Erfahrung anderen, die sich bislang nicht getraut haben ihre Geschichte zu erzählen, hilft.“

Als Konsequenz der etlichen Anschuldigungen hat Netflix die Produktion der sechsten Staffel von „Hous Of Cards“ vorübergehend eingestellt und verkündet, dass die Serie nach dieser Staffel eingestellt wird. Kevin Spacey hat angekündigt, dass er sich in Therapie begeben werde.

Kevin Spacey soll auch am Set von „House Of Cards“ mehrere Männner sexuell belästigt haben


Pures Talent: So klingen die Stimmen großer Sänger ohne Instrumente

Elvis Presley https://www.youtube.com/watch?v=g5V73CcYuLM Für die Liste der besten Sänger aller Zeiten schrieb Robert Plant für ROLLING STONE: „Es gibt einen Unterschied zwischen denen, die nur singen, und denen, die mit ihrer Stimme an einen anderen, jenseitigen Ort gehen, die in sich eine Euphorie erzeugen. Man verwandelt sich. Ich habe das selbst erlebt. Und ich weiß, dass Elvis das auch konnte. Mein erster Elvis-Song war ‚Hound Dog‘. Ich wusste damals noch nichts von Big Mama Thornton oder wo der ganze Swing herkam. Ich hörte nur diese Stimme, die ihren absolut eigenen Platz hatte. Die Stimme war souverän, verführerisch, gnadenlos. Sie glitt auf…
Weiterlesen
Zur Startseite