Nach Rapper-Skandal: Klaus Voormann hat keine Lust mehr auf seinen Echo

Nach Rapper-Skandal: Klaus Voormann hat keine Lust mehr auf seinen Echo

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Nach dem Notos-Quartett („Nachwuchskünstler des Jahres“) hat nun der nächste Künstler seinen Echo wegen der anhaltenden Kritik am Auftritt und der Preiswürdigung Farid Bangs und Kollegahs zurückgegeben. KLaus Voormann, der am vergangenen Donnerstag den echo für sein Lebenswerk erhielt, will mit dem Musikpreis nichts mehr zu tun haben.

„Was sich für mich als Geschenk anlässlich meines 80. Geburtstags anfühlte, entpuppt sich nun als große Enttäuschung“, sagte Voormann am Montag und reihte sich damit in die Riege der Kritiker ein, die enttäuscht darüber sind, dass die beiden Rüpel-Rapper im Saal sogar die Möglichkeit bekamen, sich über Gegenstimmen lustig zu machen.

Unverständnis für Echo-Ethikrat

Voormann sagte allerdings, er habe sich die Rückgabe seiner Trophäe sehr gut überlegt und sich deshalb auch mit den Texten des umstrittenen Albums („Jung, Brutal, Gutaussehend 3“) der beiden Musiker beschäftigt.

„Provokation ist erlaubt und manchmal sogar notwendig, um Denkanstöße zu geben“, so der Musiker, der wegen seiner Arbeit und Freundschaft mit den Fab Four auch als fünfter Beatle bezeichnet wird. Aber die Grenze zu menschenverachtenden, frauenfeindlichen, rassistischen, antisemitischen und gewaltverherrlichenden Äußerungen und Taten dürfe nicht überschritten werden. „Was muss passieren, dass ein Echo-Ethikrat Konsequenzen ergreift und eine Nominierung trotz Megaumsätzen eines Albums aus ethischen Gründen ablehnt?“

Echo: Kollegah und Farid Bang ausgebuht – „Campino spielt sich als moralische Instanz auf“
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Kollegah und Farid Bang haben beim Echo 2018 den Preis für die besten „HipHop /Urban national“-Künstler erhalten – und nutzten ihre Dankesrede, um gegen Campino zu schießen. „Er spielt sich als moralische Instanz auf“, sagte Kollegah auf der Bühne. Der Toten-Hosen-Sänger, selbst Preisträger („Best Rock national“) hatte die Rapper zuvor bei seiner eigenen Dankesrede kritisiert. „Man muss unterscheiden“, sagte Campino, „zwischen Provokation als Stilmittel und Provokation um andere auszugrenzen. Und die Grenze ist überschritten, wenn es sexistisch ist, homophob, rechtsextrem, antisemitisch“. Damit sprach Campino die Kontroverse um den Song „0815“ an, in dem Kollegah und Farid Bang mit Zeilen wie…
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