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„Dummheit und Feigheit“: Peter Maffay fordert Konsequenzen für den Echo

Der Kritik um Kollegah und Farid Bang folgt seit Tagen die Kritik an den Echo-Veranstaltern, die beide Rapper nicht nur bei der Verleihung am vergangenen Donnerstag zugelassen hat, sondern ihnen noch einen Preis zugestand. Inzwischen haben bereits erste Künstler ihre Trophäe zurückgegeben. Nun beteiligt sich auch Peter Maffay an der Schelte.

Peter Maffay schrieb auf seiner Facebook-Seite unter der Überschrift „So schlimm wie noch nie“ ein Statement und kritisierte, dass die beiden Rüpel-Rapper trotz der rohen und bewusst provozierenden Texte („Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen“) ausgezeichnet wurden. Der Musiker schrieb: „Der ECHO, die Verleihung dieses Jahr, war eine Ohrfeige für das demokratische Verständnis in unserem Land. Gleichzeitig zeigt sie die Erosion in unserer Gesellschaft und im Musikgeschehen auf, die sich seit einigen Jahren abgezeichnet hatte und am Donnerstag vergangener Woche ihren vorläufigen Höhepunkt erfuhr. Wie auch die Mischung aus Dummheit, Feigheit und fachlicher Inkompetenz.“

Maffay fordert neues Personal beim Echo

Der Echo-Ethikrat hatte sich zuvor nach einem „Bild“-Bericht mit dem Thema beschäftigt aber für eine Teilnahme von Farid Bang und Kollegah grünes Licht gegeben, da es sich ihrer Meinung nach um einen Grenzfall handelte, bei dem die künstlerische Freiheit mehr wiegt als die Aufregung um einige wenige Worte.

Für Maffay eine Katastrophe – weswegen nun auch Personaländerungen nötig seien: „Die Folge, wie man inzwischen weiß: der Ethikrat, das Feigenblatt für delikate Fälle, geht auf Tauchstation und der Geschäftsführer des BVMI, Dr. Florian Drücke, erklärt hastig, man werde die Statuten, die den Echo regeln, neu verfassen und überarbeiten. Wir finden das reicht nicht, denn wir alle – auch wir selbst – waren nachlässig. Die Konsequenz aus den Vorfällen sollte sein: Die Verantwortlichen nehmen ihren Hut und an ihre Stelle treten glaubhafte Personen, die für die Zukunft die nötige Transparenz garantieren.“

Auch Wolfgang Niedecken schießt gegen den Echo

Auch BAP-Sänger Wolfgang Niedecken, bei der Verleihung des Echo Laudator von Klaus Voormann, urteilte wütend auf Facebook, dass es so nicht weiter gehen könne. „Beim vorletzten Show-Act wurden wir dann mit der menschenverachtenden Brutalität der beiden Schein-Musikanten konfrontiert, allerdings ohne irgendetwas von deren Gebrabbel zu verstehen“, so der Musiker.

„Textverständlichkeit: Fehlanzeige. Und dann standen auch schon unsere beiden Gitarren auf der Bühne und ich musste blitzartig entscheiden, wie ich mich adäquat verhalten sollte.“ Niedecken wunderte sich, warum er seine Rede vor einem „schockgefrorenen“ Publikum halten musste und war später froh, dass „diese entsetzliche Veranstaltung“ bald vorbei war.


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