Lars Ulrich verrät: „Wegen diesem Song wurde ich Rockstar“


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Metallica-Drummer Lars Ulrich hat in einem Interview mit GQ verraten, welche Band und speziell welcher Song es waren, die vor vielen Jahren seine musikalischen Ambitionen losgetreten haben. Demnach sei es keineswegs eine der großen Hard-Rock-Bands wie Black Sabbath, Iron Maiden oder AC/DC gewesen, die ihn zur Bandgründung motiviert hätten, sondern viel mehr die britische Heavy-Metal-Band Diamond Head.

„Als ich 15 oder 16 Jahre alt war, lebte ich in L.A., wo ich etwa ein oder zwei Jahr zuvor aus Dänemark hingezogen war“, erinnert sich Ulrich an seine musikalischen Anfänge, „und die New Wave of British Heavy Metal war in vollem Gange.“ Um an die besten Neuerscheinungen zu gelangen, habe sich der zukünftige Metallica-Drummer zwischen 1979 und 1981 über das Versandhaus „Old Records“ ein Compilation-Album mit dem Titel „Brute Force“ bestellt, das sich als echter Glücksgriff erweisen sollte.

Hört hier Diamond Heads „It’s Electric“ im Stream:

„Ich hatte bereits im Vorfeld in der britischen Sounds etwas über diese Band Diamond Head gelesen, von der ich vorher noch nichts gehört hatte“, fährt Ulrich fort, „und einer ihrer Songs war der Eröffnungstrack des Compilation-Albums.“ Im Detail habe es sich bei dem Titel um Diamond Heads „It’s Electric“ gehandelt, der sogleich zu Ulrichs Lieblingssong avanciert sei und von diesem „im Laufe des nächsten Monats ungefähr 9.000 Mal hoch und runter gehört wurde.“

Hört hier  Metallicas „It’s Electric“-Cover:

„Wenn es also einen Song gibt, der dafür gesorgt hat, dass ich einer Band beitreten wollte, dann war es dieser“, ist sich Ulrich sicher. Zwar habe er sich zu dieser Zeit noch mehr mit Tennis als mit Jam-Sessions beschäftigt, allerdings habe „It’s Electric“ ohne Zweifel erste musikalische Sehnsüchte in dem angehenden Schlagzeuger entfacht: „Ich dachte mir: Heilige Scheiße, wenn ich diesen Song nur spielen könnte oder Teil von etwas sein könnte, durch das ich mein Leben damit verbringe, einen solchen Song zu spielen, dann ist es das, was ich gerne tun würde.“

Dass die Briten zu den größten Einflüssen Metallicas zählen ist kein Geheimnis: So spielten James Hetfield und Co. schon zu ihren Anfangszeiten des Öfteren Live-Cover-Versionen ihrer liebsten Diamond-Head-Songs. Und auch auf ihren ersten EPs sind mit „Helpless“, „The Prince“, „It’s Electric“ und „Am I Evil?“ zahlreiche Neuinterpretationen von Songs ihrer gemeinsamen Lieblingsband zu finden. Fun Fact: Letzterer wird von Metallica außerdem gerne bei ihren Soundchecks angespielt.

Dieser Artikel erschien zuerst bei Musikexpress.de