Marilyn Manson plädiert nach Spuck-Attacke auf „nicht schuldig“


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Neben mehreren Missbrauchsvorwürfen und -anzeigen muss sich Marilyn Manson nun auch für einen weiteren Vorfall vor Gericht erklären. Dem Rockmusiker wird vorgeworfen, bei einem Konzert im „Bank of NH Pavilion“-Amphittheater in Gilford, New Hampshire im Jahr 2019 eine Kamerfrau angespuckt zu haben.

Wie die US-amerikanischen Sender CBS Boston und WMUR am Mittwoch (1. September) berichteten, soll der Musiker für den Vorfall nun auf „nicht schuldig“ plädiert haben.

Gefängnisstrafe für Marilyn Manson möglich

Bei der Klägerin handelt es sich um Susan Fountain, die jene Kamera bediente, auf die Manson während seines Konzerts spuckte. Mehrfach habe der Sänger in ihre Richtung gespuckt und gerotzt und sie dabei auch an dem Armen und Händen getroffen, verlautbarten die Sender.

Nachdem sich die Spuckattacke ereignete, wurde im Mai 2021 ein Haftbefehl gegen Manson erlassen – im darauffolgenden Monat beschloss dieser jedoch, sich selbst zu stellen. Im Juli 2021 wurde er von der Polizei festgenommen und kurz darauf auf eigene Verantwortung wieder freigelassen. Die Klage wegen zweier geringfügiger Körperverletzungsdelikte ereignete sich bereits am 19. August 2019. Der Rocker könnte mit einer Strafe von einem maximal einjährigen Gefängsnisaufenthalt und einer Geldstrafe von bis zu 1.700€ rechnen.

Der Sänger streitet die Missbrauchsvorwürfe ab

Der Sender „CBS Boston“ berichtete: „Eine Anhörung zur Anklageerhebung war für Donnerstag (2. September) angesetzt, aber ein Anwalt von Manson plädierte auf nicht schuldig und verzichtete auf die Anklageerhebung vor dem Bezirksgericht Laconia. Eine Anhörung zum Stand des Verfahrens wurde für den 27. Dezember angesetzt.“

Seit Februar 2021 wird dem 52-jährigen Musiker, der mit bürgerlichem Namen Brian Warner heißt, von etwa einem Dutzend Frauen Vergewaltigung sowie emotionaler und sexueller Missbrauch vorgeworfen. Nun ging Manson zuletzt selbst in die Offensive: In einem Gerichtsantrag beschrieb der Sänger die Vorwürfe als „gezielte koordinierte Attacke“.