„Sie war immer wahnsinnig offenherzig“: Mark Hamill über seine tiefe Freundschaft mit Carrie Fisher


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Als Carrie Fisher am 27. Dezember nach ihrem schweren Herzinfarkt verstarb, fand ihr Schauspielerkollege und Freund Mark Hamill keine Worte für seine Trauer. Er postete auf Twitter zunächst ein Foto von sich und der Darstellerin der Prinzessin Leia in „Star Wars“ und schrieb als Bildunterschrift hinzu: „No Words“.

Stunden später veröffentlichte der 65-Jährige auf Facebook eine rührende Erinnerung an Fisher, die er seit 1976 und den ersten Vorbereitungen für „Krieg der Sterne“ kannte. Anscheinend genügten die mehr als 100 Worte nicht, um seine Gefühle wirklich zu erfassen – und so versuchte sich Hamill am Montag (02. Januar) noch einmal an einer kleinen Reminiszenz, diesmal für den „Hollywood Reporter“.

Besondere Beziehung

Carrie und ich nahmen im Leben des jeweils anderen einen ganz besonderen Platz ein“, schrieb er darin. „Es war ein wenig so, als wären wir gemeinsam in einer Garagenband gewesen.“ Hamill ging in dem Text, der manche Passagen seines Facebook-Posts wiederholte, auch auf ihre erste Begegnung in einem Restaurant in London ein. „Sie war damals 19 Jahre alt und ich schon gereifte 24“, so der Schauspieler. „Deshalb dachte ich: ‚Oh mein Gott, ich werde mit einem High-School-Mädel zusammenarbeiten‘.“

Aber anscheinend hatte sich Hamill mit seiner Einschätzung gründlich getäuscht: „Sie war von Anfang an so einschmeichelnd, witzig und offenherzig. Sie war in allem wahnsinnig unverblümt. Ich sah sie zwar zum ersten Mal, doch es fühlte sich an, als hätten wir uns schon seit mehr als zehn Jahren gekannt.“

Mark Hamill und Carrie Fisher
Mark Hamill und Carrie Fisher

Carrie Fisher und ihr spezieller Humor

Als die Dreharbeiten für „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) anstanden, hatten sich die Zeiten schon wieder etwas geändert, wie Hamill sich erinnert. Am Set gab es viele Reibereien, was auch daran lag, dass es viele verschiedene Drehorte gab (Hamill musste als Luke Skywalker mit einer Puppe und Robotern im Schlamm ausharren).

„Carrie und Harrison bekamen es wenigstens mit menschlichen Lebewesen zu tun“, so der anscheinend während dieser Zeit etwas geknickte Mime. Dann steckte sie Hamill einfach in dieses strahlendweiße Prinzessin-Leia-Kostüm, so dass er plötzlich aussah wie einer dieser „Paradensänger in Las Vegas“. Allein diese Aktion schien die Laune des Schauspielers um Lichtjahre zu steigern.

Glücklich zeigte sich der Darsteller aber vor allem über die erneute Zusammenarbeit mit Carrie Fisher für „Das Erwachen der Macht“. „Ich bin froh, dass wir über all die Jahre Freunde geblieben sind und die Chance für diesen zweiten Akt bekommen haben“, so Hamill. „Ich glaube, es war schon beruhigend für sie, dass ich da war, dass wir einander vertrauen konnten und auch so kritisch miteinander umgehen konnten, wie es uns schon immer möglich war.“

Ron Galella WireImage