McCartney: Zu Beginn ging es den Beatles vorrangig ums Geld


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Zu Beginn ihrer Karriere ging es den Beatles vorrangig ums Geld. Das sagte Paul McCartney in einem neuen Interview: „Wir waren Kinder ohne Jobs. Plötzlich hatten wir Arbeit, und deshalb wollten wir bezahlt werden – je mehr Geld, desto besser“. Erst später realisierte die Band, dass Lieder schreiben auch viel mehr bedeuten kann.

So ganz ernst gemeint war die Sache allerdings nicht, wie der Beatles-Bassist erzählt: „Es war gewissermaßen ein Scherz, […] nachdem wir unseren ersten Hit hatten und als wir realisierten, wie viel Geld man mit einem Hit verdienen kann. Wir sagten: ‚Tja, lass uns einen Swimming Pool schreiben! [Dein Haus braucht] eine Erweiterung – lass sie uns schreiben!‘“.

„Erst später merkten wir, dass wir Kunst machen“

Nach einiger Zeit habe die Band allerdings angefangen, anders über das Liedermachen nachzudenken, wie er im Gespräch mit dem „Barnes & Noble“-Chef James Daunt berichtet: „Erst später merkten wir, dass wir Kunst machen und dass es Dinge wie Musen gibt. Dann fängt man an zu denken, ‚Oh, ist es edler, wenn wir nicht für Geld schreiben, sondern ausschließlich um der Kunst oder Liebe willen?‘ Aber das spielt sowieso mit. Es ist nicht so, als wäre dieser Aspekt hinfällig, wenn man Geld annimmt. Was wir wollten, war eine Gitarre, ein Auto und ein Haus. Das war der Gipfel unserer Ambitionen. Dann wurde das plötzlich möglich“.

McCartney argumentiert außerdem, dass Geld verdienen „nichts Unanständiges“ sei. Außerdem könne Erfolg auch zu wohltätigem Engagement führen. „Man benutzt das Geld ja nicht bloß für sich selbst“, so McCartney, „Man kann für wichtige Zwecke spenden und so eine Veränderung miterleben, man kann sehen, dass man Menschen helfen kann. Geld besitzt auch viele gute Aspekte, man muss nicht alles selbst behalten. Man kann es auch teilen“.