Beatles-Weggefährte Mal Evans: Familie kündigt Veröffentlichung von Memoiren an


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Das Archiv des ehemaligen Roadies, späteren Road-Managers und engem Freund der Beatles, Mal Evans, wird voraussichtlich 2023 von der Familie veröffentlicht werden. Zunächst soll eine Biografie über Evans erscheinen. Ein Jahr darauf folgt eine Sammlung von Tagebüchern und Manuskripten aus seinem persönlichen Archiv.

Evans‘ Memoiren mithilfe eines Beatles-Experten zusammengetragen

Die Familie von Mal Evans, dessen Einfluss auf die Beatles zuletzt in Peter Jacksons Doku-Serie „The Beatles: Get Back“ erneut beleuchtet wurde, hat die Veröffentlichung einer autorisierten Biografie-Reihe für die Jahre 2023 und 2024 angekündigt. Sie beschäftigt sich mit Evans bewegtem Leben sowie seiner Karriere.

Die Memoiren erscheinen im HarperCollins-Verlag „Dey Street Books“. Evans‘ Familie und Nachlassverwalter*innen arbeiteten für die Veröffentlichung eng mit dem Autor Kenneth Womack zusammen. Dieser gilt als Beatles-Experte und brachte bereits zahlreiche Veröffentlichungen rund um die „Fab Four“ zu Tage.

Evans verstarb 1976  unter dubiosen Umständen

Einen Titel hat die angekündigte Biografie indes noch nicht. Den Segen für die Veröffentlichung seiner Manuskripte holte sich Evans noch zu Lebzeiten bei den Beatles persönlich ab. Evans verstarb 1976 frühzeitig im Alter von nur 40 Jahren an den Folgen eines dubiosen Polizei-Einsatzes in Los Angeles. Der stark an Depressionen leidende Evans wurde hierbei erschossen, da er eine Waffe auf Polizeibeamte gerichtet habe. Bis heute ist unklar, ob es sich um eine echte Waffe oder eine Attrappe handelte.

„Mein Vater bedeutete die Welt für mich“, teilte Evans Sohn Gary in einer Erklärung mit. „Er war mein Held. Bevor Ken Womack sich dem Projekt annahm, dachte ich, ich kenne die Geschichte meines Vaters. Aber das, was ich wusste, war eintönig; 15 Monate später ist es wie in „Der Zauberer von Oz“ (Mal Evans‘ Lieblingsfilm), weil Ken so viel Farbe, so viel Licht in seine Geschichte gebracht hat. Ken hat mir gezeigt, dass Papa der beste Freund der Beatles war. Er hatte das Glück, sie zu treffen, aber sie hatten noch mehr Glück, als Dad zum ersten Mal die Stufen des Cavern hinunterging.“

Evans blieb bis zu seinem frühen Tod auf der Gehaltsliste der Pilzköpfe. Er wurde 1963 als Roadie eingestellt und wuchs schnell mit der Band zusammen. Er kooperierte noch jahrelang in verschiedenen anderen Funktionen mit ihnen.

Mal Evans während der Dreharbeiten zum Film „Born To Boogie“ aus dem Jahr 1972.

Peter Jackson spricht über „The Beatles: Get Back“

„The Beatles: Get Back“ wird zur Zeit auf Disney+ ausgestrahlt. Die Doku-Serie ist in drei Episoden aufgeteilt und dauert insgesamt fast acht Stunden. Sie erzählt von der Entstehung des Beatles-Albums „Let It Be“ aus dem Jahr 1970 und zeigt 123 der über 400 Songs, die die Band während der Sessions aufgenommen hat.

Was Fans der Beatles aus der Doku mitnehmen können, beschrieb Jackson folgendermaßen: „Nun, sie sind unsere Großeltern oder Urgroßeltern. Aber hier sind John und Ringo 28, Paul ist 26 und George ist 25, und man hat nie das Gefühl, dass diese Aufnahmen 52 Jahre alt sind. Ich habe immer gewusst, dass ihre Musik Generationen übergreifend ist, aber das wird sie wieder jung erscheinen lassen.“

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