Michael Mittermeier rechnet mit Verschwörungs-Deppen ab


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Lange legte Comedian Michael Mittermeier für Sänger Xavier Naidoo seine Hand ins Feuer. 2017 bezeichnete er die offene Kritik an seinem Freund noch als „Hexenjagd“ und warf Journalisten schlechte Recherche bezüglich dieses „tollen Menschen“ vor.

Diese Zeiten sind wohl nun endgültig vorbei. In seinem neuen Buch „Ich glaube, ich hatte es schon“, widmet Michael Mittermeier Verschwörungstheoretikern wie Xavier Naidoo ein ganzes Kapitel.

Wer hält noch zu Xavier Naidoo?

Als sich Naidoo 2015 wegen seiner Kandidatur für den Eurovision Song Contest massiver Kritik ausgesetzt sah, solidarisierten sich kurzerhand mehrere Kulturschaffende mit dem Sänger. Seitdem ist viel passiert und der Sog von Verschwörungstheorien  der Reichsbürger- und der QAnon-Bewegung wurde für Naidoo wohl immer stärker. Einer, der den Sänger bis zum Schluss verteidigte, war der Schauspieler Til Schweiger. Aber auch er drückt sich mittlerweile vorsichtiger zu Naidoo aus, nimmt ihn jedoch weiterhin in Schutz.

In Mittermeiers neuem Buch , in dem es u.a. Teilbereiche des Corona-Alltags wie Homeschooling, Hamsterkäufe und Autokino-Auftritte geht, rechnet er nun mit den „bemerkenswerten Wahn- und Dumpfsinn“ verzapfenden Verschwörungstheretikern ab.

Solche, die sich aus diesem ideologischen Sumpf besonders hervorgetan haben, werden sogar beim Namen genannt. Dazu gehören Attila Hildmann, Ken Jebsen und eben sein alter Kumpel Xavier Naidoo. Für all jene hätte Mittermeier wohl gerne eine „Deppen-App“, die, angelehnt an die Funktion der Corona-App, „anzeigt, ob sich in (…) unmittelbaren Nähe gerade ein Volltrottel aufhält, der (Mittermeier) geistig infizieren könnte.“

Einen innovativen Namen für eine solche App hat der Comedian auf jeden Fall schon: „WhatsDepp“.

„Ich glaube, ich hatte es schon: Die Corona-Chroniken“ erschien am 5. November 2020.