Millie Bobby Brown: Klare Kante gegen Mobbing und Body Shaming
Millie Bobby Brown spricht über Body Shaming, Paparazzi und Medienverantwortung. Der „Stranger Things“-Star kontert Kritiker klar.
Millie Bobby Brown möchte, dass Kritiker ihres Aussehens „sich verdammt noch mal aus meinem Leben heraushalten“.
Die Schauspielerin erklärte gegenüber der britischen „Vogue“, dass sie zwar den Journalismus respektiere und verstehe, dass aufdringliche Paparazzi nur ihre Arbeit machen, dies jedoch kein Grund für Mobbing sei.
Mit 21 Jahren hat Millie Bobby Brown eine außergewöhnliche Coming-of-Age-Erfahrung gemacht. Ihr Leben spielte sich stets im Rampenlicht ab. Je älter sie wird, desto stärker fühlt sich die Schauspielerin gezwungen, sich gegen die ständige Beobachtung und Kritik an ihrem Aussehen zu wehren.
„Lasst mich verdammt noch mal in Ruhe“
„Wenn es euch wirklich stört, dass ich blond bin oder mehr Make-up trage, werde ich darauf eingehen. Nicht nur für mich, sondern für alle anderen Mädchen, die eine neue Frisur ausprobieren oder rote Lippen tragen wollen“, sagte Brown der britischen „Vogue“. „Es ist so, als würde man sagen: Lasst mich verdammt noch mal in Ruhe, wisst ihr? Ich bin 21. Ich werde Spaß haben, spielen und ich selbst sein.“
Anfang des Jahres veröffentlichte Brown ein Video, in dem sie die „Daily Mail“ dafür kritisierte, Artikel zu veröffentlichen, in denen behauptet wurde, sie sehe alt aus. „‚Oh mein Gott, was hat sie mit ihrem Gesicht gemacht? Warum ist sie blond geworden? Sie sieht aus wie 60‘“, fasste sie zusammen. Nachdem ihr Video erschienen war, sagte sie: „Sie sagten: ‚Millie sieht in diesem Kleid umwerfend aus.‘ Wie kann man seine Meinung so schnell ändern?“
„Das ist Mobbing“
Brown räumte ein, dass sie wenig Einfluss darauf hat, wie Menschen in sozialen Medien über ihr Aussehen sprechen. Dennoch ist es ihr gelungen, größere Institutionen zur Verantwortung zu ziehen, die sie nach ihrer Auffassung gemobbt haben.
„Ich respektiere den Journalismus. Ich liebe es, Artikel über meine Lieblingsleute zu lesen und zu erfahren, was sie gerade machen. Ich verstehe, dass es Paparazzi gibt, auch wenn das invasiv ist und ich es scheiße finde. Ich weiß, dass das euer Job ist“, fuhr sie fort. „Aber macht mich nicht gleich in eurer Überschrift fertig. Das ist so falsch und es ist Mobbing. Besonders gegenüber jungen Mädchen, die neu in dieser Branche sind und schon alles daran in Frage stellen.“
Schutz für ihre Tochter
Brown möchte dieses Schutzgefühl auch auf ihre Tochter ausweiten, die sie gemeinsam mit ihrem Ehemann Jake Bongiovi adoptiert hat. „Wenn sie sich eines Tages entscheidet, ihre Persönlichkeit mit der Welt zu teilen, so wie ich es getan habe, als ich jung war, würden wir das unterstützen“, sagte sie. „Aber im Moment, da sie noch so klein ist … Als ihre Eltern ist es unsere Aufgabe, sie davor zu schützen.“