Mira Sorvino über Oscar-Eklat: „Unfassbar, dass mein geliebter Vater ausgelassen wurde“


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Die diesjährige Oscar-Verleihung ging weitestgehend ohne Skandale über die Bühne: Es wurde kein:e falsche:r Gewinner:in gekürt (wie im Jahr 2016 beim „Moonlight“- und „La La Land“-Debakel) und es gab keine Ohrfeige von Will Smith wie im vergangenen Jahr. Ein kritischer Punkt des Abends war jedoch die In-Memoriam-Montage; eine kurze mit Bildern unterlegte Slideshow, bei der alle wichtigen Verstorbenen aus der Filmbranche des Jahres geehrt werden.

Mira Sorvino kritisierte die „Academy of Motion Picture Arts and Sciences“ öffentlich auf Twitter, nachdem ihr Vater – der bekannte Schauspieler Paul Sorvino, der unter anderem in „Law & Order“ und „GoodFellas“ mitspielte – bei der Montage nicht erwähnt wurde. Die Schauspielerin, die im Jahr 1995 selbst einen Oscar als „Beste Nebendarstellerin“ für den Film „Geliebte Aphrodite“ gewonnen hat, schrieb einen Tag nach der Verleihung in ihrem Post: „Es ist unfassbar, dass mein geliebter Vater und viele andere erstaunliche, brillante, verstorbene Schauspieler ausgelassen wurden. Die Oscars haben Paul Sorvino vergessen, aber der Rest von uns wird es nie!!!“ Sie fügte hinzu: „Ich für meinen Teil denke an Dad in dieser Oscarnacht …“

Und nicht nur Paul Sorvino wurde in der Bilder-Montage weggelassen: Auch die Schauspielerinnen Anne Heche und Charlbi Dean wurden bei der Sequenz nicht erwähnt. Das Absurde daran: Charlbi Dean war als eine der Hauptrollen in „Triangle of Sadness“ zu sehen, der dieses Jahr bei den Oscars als „Bester Film“ nominiert war. Die In-Memoriam-Montage endete mit einem QR-Code, über den die Zuschauer:innen zu einer Website kamen, bei der mehr verstorbene Personen aufgelistet waren, als im Fernsehen gezeigt wurden. Paul Sorvinos Witwe, Dee Dee Sorvino, sagte dazu: „Paul war nicht der einzige, der es nicht verdient hat, und ein QR-Code ist nicht akzeptabel. Die Academy muss sich entschuldigen, den Fehler zugeben und es besser machen. Paul Sorvino hat etwas Besseres verdient, das Publikum hat etwas Besseres verdient.“

In den vergangenen Monaten starben unter anderem Olivia Newton-John, Angela Lansbury, Ray Liotta, Jean-Luc Godard, Irene Cara, Kirstie Alley, Raquel Welch, Nichelle Nichols, Burt Bacharach und Vangelis. Deren Bilder wurden neben rund 200 weiteren am Sonntag im von John Travolta anmoderierten „In Memoriam“-Segment gezeigt, das von einer Live-Performance von Lenny Kravitz untermalt wurde, der den Song „Calling All Angels“ spielte. Seht hier ein Video des Segments: