Neil Young: Der Kanadier ist jetzt US-Bürger – wegen Trump


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Am Mittwoch (22. Januar) wurde der Traum für Neil Young endlich wahr – und er wurde offiziell zum US-Bürger ernannt. Der Grund dafür ist recht simpel. Der Sänger will bei der kommenden Wahl im November gegen Donald Trump stimmen. Young ist bekennender Gegner des Präsidenten und des rechten Flügels der USA.

Stolz verließ er nach der Vereidigung, gemeinsam mit seiner Frau Daryl Hannah, das „Convention Center“ in Los Angeles und schwenkte dabei fröhlich eine kleine Amerika-Flagge. Die Einbürgerung in die USA unterliegt besonders strengen Auflagen und beinhaltet mehrere Interviews und Tests. Außerdem muss man schon viele Jahre dort leben und Steuern zahlen.

„Mangel an guter Moral“

Im November 2019 sah es noch alles andere als gut aus für Neil Young. Aufgrund seines Marihuana-Konsums wurde sein Verfahren verzögert. „Ein Mangel an guter Moral“, lautete der Grund. Eine Klausel, die erst seit der Trump-Administration wirksam ist.

Young kam bereits mit Trump in Konflikt, als dieser seinen Song „Rockin‘ In The Free World“ auf seinen Wahlveranstaltungen benutzte. Damit ist der Sänger in guter Gesellschaft, denn auch Musiker wie R.E.M., Guns N’Roses, Rihanna oder Queen hatten den Präsidenten bereits dazu aufgefordert ihre Tracks nicht mehr zu spielen. Letztes Jahr meldete sich Young darüberhinaus von Facebook ab, da die Plattform laut ihm nicht energisch genug gegen die „Verbreitung von Falschmeldungen“ vorgeht.