Neil Young: Darum ist „Comes A Time“ eines seiner besten Alben


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Country war immer schon ein Grundpfeiler im Schaffen von Neil Young. „Comes A Time“ (1978) ist ländliche Idylle in Rein­form und beseelt von einer waidwunden Melancholie, die Nash­ville gern in getreidesiloartigen Mengen unters Volk bringen würde, die aber nicht zu haben ist für ein ranziges Heimatgefühl.

„Field Of Opportunity“ und „Motor­cycle ­Mama“ gehören sicher nicht zu Youngs songschreiberischen Sternstunden, dafür schlägt der Rest des Albums vieles, was er seither, und manches, was er zuvor komponiert hat.

Alles verweht, nur die Hoffnung nicht

Herzzerreißendere Balladen als „­Peace Of Mind“, „Lotta Love“ und „Already One“ gibt es gar nicht. Am Ende, in Ian Tysons „Four Strong Winds“, ist alles verweht, nur die Hoffnung nicht.


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Mit „Archives, Vol. II: 1972–1976“ wird nun eine weitere Sammlung auf zehn CDs veröffentlicht, auf die Young-Aficionados lange gewartet haben.