ROLLING STONE-Ausgabe 07/2019 MIT EXKLUSIVER PHIL COLLINS 7-INCH SINGLE
Highlight: Sind Gitarrensoli eigentlich toxisch männlich?

Neil Young

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Laut der Rock and Roll Hall of Fame ist Neil Young einer der größten Songwriter und Performer, die der Rock’n’Roll jemals hervorbrachte. Seine Musik ist geprägt von Einflüssen so unterschiedlicher Genres wie Folk, Country, Swing, Elektro und Rock. Seine Alben, die er im Alternative-Rock-Sound veröffentlichte, inspirierten Bands der Grunge-Bewegung wie Nirvana oder Pearl Jam, weswegen er heute als „Urvater des Grunge“ bezeichnet wird.

Die musikalischen Anfänge von Neil Percival Young, der 1945 in Toronto geboren wurde, gehen auf die Band Buffalo Springfield zurück, die sich in den sechziger Jahren zu einer festen Größe in der kanadischen und amerikanischen Folk-Szene entwickelte. Nachdem er die Band 1968 wegen interner Differenzen verließ, verfolgte er zunächst eine Solokarriere und formierte die Gruppe Crazy Horse, mit denen er als „Neil Young And Crazy Horse“ Platten aufnahm. Außerdem schloss er sich kurzzeitig dem Trio Crosby, Stills & Nash an, mit dem er beim Woodstock Festival auftrat und für das er Songs wie „Helpless“, „Country Girl“ oder „Ohio“ komponierte.

Schnell entwickelte Young einen einzigartigen und unverwechselbaren Gitarrensound, den er durch die Benutzung von selbstgebauten Effektgeräten erzielte. 1972 veröffentlichte er mit „Harvest“ sein viertes und bis heute erfolgreichstes Solowerk. Mit dem grüblerischen Track „Heart Of Gold“ gelang ihm ein Nummer-Eins-Hit. Obwohl dieses Album ihn als Country- und Folk-Künstler etablierte, begann er bereits mit den nachfolgenden Veröffentlichungen, sich von diesem Image zu entfernen. Live spielte er häufig lange, ausufernde Gitarrensoli; im Studio experimentierte er zu Beginn der achtziger Jahre mit Synthesizer- und Vocoder-Klängen. So erinnerte das Album „Trans“, das 1982 erschien, an Künstler wie Devo und Kraftwerk. Bis heute von den Fans verpönt, bezeichnet Young diese Platte als eine seiner liebsten.

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Als er 1990 zu seinen musikalischen Wurzeln zurückkehrte und einen lauten Rocksound mit oftmals stark verzerrten Gitarren verfolgte, beeinflusste er viele Künstler der damals aufstrebenden, alternativen Musikszene wie Sonic Youth oder Nirvana. Mit Sonic Youth ging Young anschließend gemeinsam auf Tour. Betroffen vom Selbstmord des Nirvana-Sängers Kurt Cobain komponierte den Song „Sleeps With Angels“ (1994), den er auf dem gleichnamigen Album veröffentlichte. Unter dem Titel „Mirrorball“ erschien 1995 seine Zusammenarbeit mit Pearl Jam, durch die Young einem jüngeren Publikum bekannt gemacht wurde.

1995 wurde Neil Young in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. 2009 bekam er den Order of Canada, die höchste Auszeichnung des Landes Kanada für ein Lebenswerk. Young ist bis heute musikalisch aktiv und veröffentlichte über 30 Alben. Zu seinen bekanntesten Songs gehören unter anderem „Heart Of Gold“, „Rockin‘ In A Free World“, „Like A Hurricane“ und „Cinnamon Girl“.


Video: Festival zieht den Stecker – aber Neil Young rockt weiter!

Das kalifornische Festival hat sich seit 2013 an eine strikte Sperrstunde zu halten, seit sich Anwohner der malerischen Weingegend über die Lautstärke beschwert hatten. Maximal bis 22 Uhr darf deshalb auf dem Festivalgelände Musik aus den Boxen dröhnen. Neil Young ließ sich davon allerdings nur wenig beeindrucken: Er wollte als finale Zugabe seinen Song „Rockin' In The Free World“ komplett ausspielen – doch die Veranstalter drehten ihn zum Ende den Saft ab. Einziger verbliebener Sound: Die kleinen Bühnenboxen von Young und seiner Band Promise Of The Real sowie die Stimmen aus dem Publikum. Strikte Regeln – auch für hochrangige Künstler…
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